Randale bei Kebapstand: FPÖ-Gemeinderat legt Mandat nieder

17. Oktober 2016, 13:46
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Auch Parteimitgliedschaft ruhend gestellt – Streit ums Schächten eskalierte – Polizist verletzt

Adlwang/Kremsmünster – Jener FPÖ-Gemeinderat von Kremsmünster in Oberösterreich, der am Sonntag bei einem Kebapstand randaliert und mit einem Freund einen Polizisten angegriffen und verletzt haben soll, verzichtet auf sein Mandat. Der Kommunalpolitiker werde auch seine Parteimitgliedschaft ruhend stellen und bedaure den Vorfall, teilte der Kirchdorfer Bezirksparteiobmann Michael Gruber am Montag mit.

Der 27-Jährige soll beim Kirtag in Adlwang (Bezirk Steyr-Land) mit einem Kebapverkäufer unter anderem wegen des Schächtens von Tieren in Streit geraten sein. Laut Presseaussendung der Polizei habe er auf den Essensstand eingeschlagen und die Scheibe zertrümmert. Zivilpolizisten beobachteten das und wollten ihn festnehmen. Der FPÖ-Funktionär soll daraufhin gemeinsam mit einem Freund auf die Beamten losgegangen sei. Ein Polizist wurde verletzt, der Gemeinderat wenig später festgenommen. Da er auch im Besitz von Schusswaffen war, wurden ihm diese sowie das Waffendokument vorläufig abgenommen.

Der 27-Jährige war am Montag vorerst nicht zu erreichen. Bezirksparteiobmann Gruber gab aber via Aussendung bekannt, dass der Gemeinderat auf sein Mandat verzichtet und bis zur Erledigung des Strafverfahrens seine Parteimitgliedschaft ruhend stellen wird. Der Kommunalpolitiker habe in einem persönlichen Gespräch betont, "dass es nicht in seinem Sinne war, die Partei durch diesen Vorfall in ein schlechtes Licht zu rücken. Er bedauert die Vorkommnisse und entschuldigt sich", so Gruber. (APA, 17.10.2016)

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