Ein Fahrrad, gefertigt in 23 Wiener Bezirken

Ansichtssache21. Oktober 2016, 09:30
25 Postings

Ein Bierhersteller fertigte für die erste Fahrradschau in Wien ein Fahrrad mit Hilfe von 23 Betrieben aus 23 Wiener Gemeindebezirken

Ausgerechnet ein Bierhersteller mit Sitz in den Niederlanden hat gemeinsam mit einem Wiener Fahrrad-Enthusiasten ein "Wiener Rad" zusammengeschraubt: mit Hilfe von 23 Betrieben aus 23 Bezirken setzte der Rad fahrende Grafikdesigner Oliver Toman für Heineken ein funktionierendes Fahrrad zusammen. Stilistisch ist das Rad, das als (vorerst) unverkäufliches Unikat während der Wiener Fahrradschau gezeigt wird, angelehnt an das klassische Waffenrad (das eigentlich aus Puch stammt).

Drei Monate lang wurde nach Betrieben gesucht, vor drei Monaten dann mit der Produktion begonnen. Stück für Stück fertigten 23 Wiener Künstler, Handwerksbetriebe und Designstudios in der Tradition der Wiener Mechanikerräder die Einzelteile – von der Federgabel bis zur Hinterradbremse, über die Pedale bis hin zum Lenkrad für das Wiener Rad. Dessen Herzstück, der Rahmen, stammt aus der Feder von Harald Cap und seinem Betrieb Capo , die Ledermanufaktur von Thomas Posenanski fertigte Sattel und Griffe, die Pedale beinhalten Holzelemente von Irontree. Fahrrad-Experte Daniel Reinhartz von der Radwerkstatt betreute den Zusammenbau und Heineken hat dazu gleich einige Image-Videos gedreht – ganz schön clever, dieses Selbstmarketing des Bierherstellers.

heineken

Präsentiert wird das Fahrrad im Rahmen der Wiener Fahrradschau, der Messe für Fahrradliebhaber. Sie findet von 21. bis 23. Oktober in der Marx Halle in Wien statt. (red, 20.10.2016)

>> Von Tweed-Ride bis Flohmarkt: Tipps zur Wiener Fahrradshow

>> Schöner treten: Fahrradmode vom Wiener Label BBUC

foto: ridentity

Harald Cap von Capo hat den Rahmen geliefert

1
foto: ridentity

Oliver Toman mit Entwürfen des Rades

2
foto: ridentity

Sattel aus der Ledermanufaktur von Thomas Posenanski

3
Share if you care.