Netflix: Unblocker geben ihren Kampf gegen Ländersperren auf

17. Oktober 2016, 09:47
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Sperren des Videostreamingservices greifen – Netflix reagiert schnell auf alle neuen Tricks

Jahrelang haben Netflix-User sogenannte Unblocker eingesetzt, um die Länderbeschränkungen des Dienstes auszuhebeln. Anfang des Jahres startete Netflix dann aber eine Offensive gegen solche Tricksereien, auf die die Gegenseite betont kämpferisch reagierte. Man werde immer Wege finden, die Netflix-Sperren auszutricksen, hieß es damals etwas von einem der populärsten Dienste uFlix. Einige Monate später, sieht die Realität anders aus.

Kapitulation

Netflix hat den Kampf gegen Unblocker-Dienste de fakto gewonnen, berichtet der kanadische Nachrichtensender CBC. Mittlerweile hätten viele Unblocker-Services vollständig aufgegeben. Zu diesen gehört auch das einst so kampfbereite uFlix, das vor einigen Wochen in einem Blog-Eintrag die Einstellungen seines Netflix-Supports verkündete.

"Jedes Mal, wenn wir einen neuen Workaround finden, reagiert Netflix innerhalb von Stunden und schließt die Lücke wieder", heißt es darin ernüchtert. Aus der "speziellen Technologie" mit der man Netflix-Sperren dauerhaft austricksen kann, und die uFlix noch im März versprochen hatte, ist also offenbar nichts geworden.

Unterschiede

Andere Services haben den Kampf offenbar ebenfalls aufgegeben – wenn auch weniger öffentlich. Auf der Seite von Unblock.us findet sich etwa mittlerweile kein Hinweis auf Netflix mehr. Auch dort hatte man zunächst noch versucht, durch Serviceanpassungen die Checks des Streamingservices auszuhebeln – ohne Erfolg.

Dass die Nutzer überhaupt zu solchen Methoden greifen, hat einen simplen Grund. Das Netflix-Angebot variiert in unterschiedlichen Ländern erheblich. Gerade in den USA werden zum Teil erheblich mehr Filme und Serien geboten als in Österreich oder Deutschland. (red, 17.10.2016)

  • Netflix-Chef Reed Hastings betont gerne, dass man die Regionalsperren nicht auf eigenen Wunsch sondern auf Druck der Hollywoodstudios vornimmt. Für die Nutzer macht dies natürlich nur wenig Unterschied.
    foto: steve marcus / reuters

    Netflix-Chef Reed Hastings betont gerne, dass man die Regionalsperren nicht auf eigenen Wunsch sondern auf Druck der Hollywoodstudios vornimmt. Für die Nutzer macht dies natürlich nur wenig Unterschied.

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