Preis der freien Szene Wien: Schweigende Mehrheit gewinnt mit Jelinek

16. Oktober 2016, 17:10
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Für die Produktion "Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene". Förderpreise gingen an Kampagne "mo.ë bleibt" und Einbaumöbel

Wien – Das Künstlerkollektiv Schweigende Mehrheit ist für seine Produktion "Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene" mit dem Preis der freien Szene Wien bedacht worden. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am Samstagabend im WUK überreicht. Die mit jeweils 2.000 Euro dotierten Förderpreise gingen einer Aussendung zufolge an die Kampagne "mo.ë bleibt" und das Einbaumöbel.

Die seit 2004 von der IG Kultur Wien vergebenen und durch die Stadt finanzierten Preise sollen "den Blick darauf fokussieren, was in der Stadt Wien abseits von hoch subventionierter und institutionalisierter Kultur stattfindet". Im Falle der Schweigenden Mehrheit haben Tina Leisch und Bernhard Dechant (Konzept und Regie) Elfriede Jelineks "Die Schutzbefohlenen" mit in Traiskirchen angekommenen Flüchtlingen umgesetzt und das Stück 2015 und 2016 in Wien, St. Pölten und Graz aufgeführt. Dafür gab es auch eine Nominierung in der Kategorie Spezialpreis beim Nestroy-Preis, der am 7. November vergeben wird.

Das Einbaumöbel wurde wiederum als Verein, der sich der Förderung von kulturell-kreativen Freiräumen verschrieben hat, prämiert. Und unter dem Motto "Nein, das kann nicht weg" hat die Kampagne "mo.ë bleibt" den drohenden Verlust der eigenen Vereinsräumlichkeiten im 17. Bezirk Wiens thematisiert. (APA, 16.10.2016)

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