Wikileaks veröffentlichte Reden Clintons bei Goldman Sachs

16. Oktober 2016, 13:02
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Demokratin ließ sich vor Präsidentschaftskandidatur von Investmentbank bezahlen

Washington/New York – Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat drei Reden der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton veröffentlicht, welche die Demokratin vor ihrer Kandidatur gegen Bezahlung bei der Investmentbank Goldman Sachs gehalten hat

Die Reden stehen nicht in klarem Widerspruch zu Clintons Wahlkampfäußerungen, allerdings äußerte sie dich damals freimütiger über Themen wie die Finanzmarktregulierung.

In einer Rede vom Oktober 2016 legte Clinton nahe, dass etwas gegen missbräuchliche Praktiken der Finanzmärkte unternommen werden müsse. "Es musste da auch etwas getan werden, denn aus politischen Gründen kann man, wenn man ein Kongressmitglied ist und die Leute im Wahlkreis ihre Jobs verlieren und Unternehmen dicht machen und alle in der Presse sagen, dass die Wall Street Schuld ist, nicht untätig rumsitzen und nichts tun", sagte Clinton den Unterlagen zufolge.

Clinton-Lager spricht von Einmischung in Wahlkampf

Clintons Wahlkampfteam bestritt die Echtheit der Redemanuskripte nicht. Wikileaks veröffentlicht seit gut einer Woche Unterlagen, die von einem Hackerangriff auf das E-Mail-Konto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta stammen. Clintons Team wie auch die US-Regierung machen Russland für die Cyberattacke verantwortlich, die aus ihrer Sicht eine Einmischung in den US-Wahlkampf zugunsten von Clintons republikanischem Rivalen Donald Trump darstellt.

Clinton hielt die Reden bei Goldman Sachs, nachdem sie als Außenministerin aus dem Amt geschieden war und bevor sie ihre Präsidentschaftsbewerbung verkündete. Im Vorwahlkampf hatte ihr parteiinterner Rivale Bernie Sanders die Tatsache, dass Clinton sich von einer Großbank bezahlen ließ, als Hinderungsgrund für ihre Präsidentschaft angeführt. Sie könne nicht eine Branche regulieren, von der sie sich selbst habe bezahlen lassen.

Auch Trump kritisiert Clinton immer wieder als Teil des Washingtoner Establishment und als Kandidatin, die sich von Großunternehmen einspannen lässt. (APA, 16.10.2016)

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