Nordsee-Chef kann sich Fusion mit Fischverarbeiter vorstellen

16. Oktober 2016, 11:50
posten

Deutsche See und Nordsee gehörten in der Vergangenheit bereits einmal zusammen

Bremerhaven – Nach Spekulationen über einen Verkauf der Restaurantkette Nordsee bringt deren Chef Robert Jung einen Zusammenschluss mit ihrem Fischlieferanten ins Spiel. "Ich könnte es mir gut vorstellen, dass Deutsche See und Nordsee eines Tages wieder ein Unternehmen werden", sagte Jung der "Welt am Sonntag".

Der Fischgroßhändler Deutsche See hatte in der Vergangenheit schon einmal zu Nordsee gehört. Heute ist das Unternehmen in den Händen privater Gesellschafter. Ein Sprecher der Deutschen See wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Unternehmensgruppe um Müller Milch

Nach Umsatz sind die beiden Bremerhavener Unternehmen ähnlich groß. Der Fischverarbeiter erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einem Sprecher zufolge rund 395 Mio. Euro Umsatz. Nordsee verbuchte nach Angaben auf der Website 2015 einen Umsatz von etwa 350 Mio. Euro. Die Restaurantkette gehört derzeit mehrheitlich der Unternehmensgruppe Theo Müller (Müllermilch, Weihenstephan, Sachsenmilch). Einen Minderheitsanteil hält der ehemalige Großbäcker Heiner Kamps.

Zuletzt hatte es Medienberichte über einen möglichen Verkauf von Nordsee gegeben. Ein Müller-Sprecher hatte dazu lediglich mitgeteilt, das Nordsee als Gastronomie-Unternehmen "eine Sonderstellung" in der Müller-Gruppe habe. Das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe Theo Müller sei die Herstellung von Lebensmitteln. "Es gab in der Vergangenheit immer wieder Spekulationen um einen Verkauf der Nordsee", teilte der Sprecher mit. "Diese werden wir auch diesmal nicht kommentieren." Gegenüber der "Welt am Sonntag" wollte sich auch Nordsee-Chef Jung nicht dazu äußern. (APA, 16.10.2016)

  • Nordsee steht immer wieder im Zentrum von Spekulationen.
    foto: nordsee

    Nordsee steht immer wieder im Zentrum von Spekulationen.

Share if you care.