Problemfall Megacity: Uno sucht Lösungen

16. Oktober 2016, 10:49
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54,5 Prozent der Weltbevölkerung leben in Städten. Beim Weltsiedlungsgipfel wird über Strategien für die Zukunft beraten

Quito – Zum dritten Mal nach 1976 und 1996 treffen sich von Montag an Vertreter von 180 Staaten zu einem Uno-Weltsiedlungsgipfel. Im Fokus der Habitat-III-Konferenz in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito steht die Frage, wie in den nächsten 20 Jahren die Herausforderungen durch den Zuzug in Städte gemeistert werden kann.

Heute leben bereits 54,5 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Da bereits heute rund 70 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen in Städten anfallen, liegt unter anderem in einem umweltfreundlicheren Verkehrssystem ein Schlüssel, um die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen und die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Klimawandel erhöht Mitgrationsdruck

Gerade der Klimawandel könnte noch die Zahl der Klimaflüchtlinge, die auf dem Land keine Arbeitsmöglichkeiten mehr haben, erhöhen und den Zuzug in die Städte erhöhen. Ebenso die weltweiten Krisen und Kriege. In Quito sollen auch Leitlinien beraten werden, um das Entstehen von Slums an den Rändern der Megacitys einzudämmen – die Verdrängung einkommensschwacher Bewohner ist derzeit ein weltweites Problem.

Die Konferenz wird von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon und Ecuadors Präsident Rafael Correa eröffnet und dauert bis Donnerstag. Eine neue "Urban Agenda", die aber nicht bindend ist, soll weltweit Akteuren auf kommunaler Ebene als Richtschnur für die Stadtentwicklung der nächsten Jahrzehnte dienen. Zu dem Treffen werden rund 40.000 Teilnehmer erwartet, darunter viele Nichtregierungsorganisationen und Wissenschafter. (APA, 16.10.2016)

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