Samsungs Galaxy Note 7 nun auf allen AUA-Flügen verboten

16. Oktober 2016, 09:40
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Das wegen Brandgefahr eingestellte Smartphone darf nicht an Bord mitgenommen werden

Samsungs Pannen-Smartphones Galaxy Note 7 darf nun auf keinem Flug der Austrian Airlines mehr mitgenommen werden. Das betrifft sowohl Hand- als auch aufgegebenes Gepäck. Die Maßnahme ist ab sofort in Kraft, wie AUA-Sprecher Peter Thier am Sonntag eine APA-Meldung gegenüber dem WebStandard bestätigte. Zunächst hatte der Bann nur für Flüge von und in die USA gegolten. Samsung hatte das im August eingeführte Smartphone vergangene Woche wegen Brandgefahr komplett vom Markt genommen.

Strafen drohen

Flugbehörden in den USA, Kanada und Hong Kong hatten zuvor ein generelles Mitnahmeverbot von Samsungs Galaxy Note 7 auf Flügen ausgesprochen. Mehrere Airlines hatten bereits die Richtlinie, dass das Gerät an Bord nicht mehr eingeschaltet werden darf. Air Berlin untersagte am Samstag das Galaxy Note 7 auf allen Flügen. Sicherheit habe für das Unternehmen immer höchste Priorität, hieß es zur Begründung. Auch Lufthansa verbietet die Mitnahme auf allen Flügen mit Bezug zu den USA. Es sei aber damit zu rechnen, dass das Verbot bald auch auf alle anderen Lufthansa-Verbindungen ausgeweitet werde.

Bei Verstößen können Reisende bestraft oder das Gerät beschlagnahmt werden. Singapore Airlines erklärte, das Handy dürfe weder persönlich noch im Handgepäck oder in aufgegebenen Koffern transportiert werden. Austrian Airlines-Sprecher Thier weist darauf hin, dass man keine Aufbewahrungsmöglichkeiten für das Gerät habe. Auch am Flughafen Wien könne das Gerät nicht zwischenzeitlich aufbewahrt werden. Fluggäste sollten das Handy am besten zu Hause lassen.

Flugzeug musste evakuiert werden

Samsung hatte am Dienstag einen Verkaufsstopp verhängt und erklärt, das Note 7 werde aus Sicherheitsgründen komplett vom Markt genommen. Zuvor waren einige der erst im August auf den Markt gekommenen Geräte in Brand geraten. Samsung hatte deshalb einen Austausch aller bis dahin ausgelieferten Note 7 auf den Weg gebracht.

Darauf hatten viele Airlines mit der Aufforderung reagiert, das Smartphone an Bord zunächst weder zu benutzen noch aufzuladen. Dann aber hatte auch ein bereits getauschtes Gerät in einem Flugzeug Feuer gefangen. Samsung hatte danach das Aus für das Note 7 beschlossen. Ursache für die Brände ist noch nicht offiziell geklärt, defekte Akkus oder eine neue Ladetechnik könnten daran schuld sein. Samsung wollte mit dem Luxus-Smartphone eigentlich Druck auf das neue iPhone von Apple ausüben. (red, APA, Reuters, 16.10.2016)

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    foto: reuters/iqro rinaldi
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