Erdoğan nennt Forderung nach Wiedereinführung der Todesstrafe "berechtigt"

14. Oktober 2016, 16:50
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"Was der Westen dazu sagt, interessiert mich nicht" – Frenetischer Beifall in Konya

Konya – Drei Monate nach dem Putschversuch in der Türkei hat Staatspräsident Tayyip Erdoğan erneut die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. Die Rufe aus dem Volk danach seien "eine berechtigte Forderung", sagte Erdoğan am Freitag bei einem Auftritt in der zentralanatolischen Stadt Konya.

Unter frenetischem Beifall von tausenden Anhängern fügte er hinzu: "Was der Westen dazu sagt, interessiert mich nicht. Mich interessiert mein Volk." Konya gilt als eine Hochburg der Islamisten in der Türkei.

Das Volk verlange vom Parlament, über die Todesstrafe zu diskutieren, sagte Erdoğan. So, wie das Parlament die Todesstrafe 2004 abgeschafft habe, so könne es sie auch wieder einführen. Der Präsident betonte erneut, wenn ihm das entsprechende Gesetz vorgelegt werde, dann "ratifiziere ich es". Erdoğan nannte die Putschisten "Mörder" und betonte, es sei nicht an der Regierung, ihnen zu verzeihen. (APA, 14.10.2016)

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