Austria-Coach Fink fordert Sieg in Mattersburg

14. Oktober 2016, 15:03
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"Wollen und müssen" – Hadzikic ersetzt erkrankten Almer – Mattersburg-Coach Vastic will "Negativspirale" durchbrechen

Wien/Mattersburg – Bei Bundesliga-Schlusslicht Mattersburg gibt es für die Wiener Austria am Sonntag nur ein Ziel: "Wir wollen und müssen unbedingt gewinnen", sagte Trainer Thorsten Fink, dessen Truppe neun Punkte hinter Leader Sturm, aber nur drei hinter den zweitplatzierten Altachern liegt. Die Erinnerungen an den jüngsten Auftritt im Pappelstadion sind jedenfalls prächtig: Im April siegte man dort 9:0.

Auch die Bilanz der vergangenen zehn Spiele gegen Mattersburg kann sich sehen lassen, neun Mal ging die Austria bei einem Remis als Sieger vom Platz." Es ist schwierig zu sagen, warum es für uns gerade gegen Mattersburg so gut läuft", sagte Fink. "Psychologisch ist es aber sicher kein Nachteil." Fakt ist aber auch, dass das violette Werkl noch immer nicht richtig rund läuft, die Saison ein Auf und Ab bleibt. So mussten die Veilchen vor der Länderspielpause auch gegen Nachzügler St. Pölten lange bangen, ehe erst ein später Doppelschlag den 2:1-Sieg brachte.

"Es wird sicher ein schwieriges Spiel"

Fink mahnte seine Elf zu höchster Konzentration. "Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Das macht sie auch gefährlich. Es wird sicher ein schwieriges Spiel", betonte der Deutsche, der damit in ein ähnliches Horn stieß wie Mittelfeldmann Alexander Grünwald. "Sie stehen sicher hinten drinnen. Es ist ein gefährlicher Gegner – sie haben einige gute Einzelspieler. Mattersburg hat in dieser Saison einige Spiele sehr knapp verloren. Wir werden das Match nicht auf die leichte Schulter nehmen und brauchen hundertprozentigen Einsatz", meinte der Kärntner.

Theoretisch einsatzbereit ist erstmals der ghanaische Defensivmann Abdul Kadiri Mohammed, der in dieser Woche seine Arbeitsgenehmigung erhielt. Außer Gefecht ist hingegen der erkrankte ÖFB-Teamtormann Robert Almer, Osman Hadzikic wird so zu seinem zweiten Bundesligasaisoneinsatz kommen. Und auch aufseiten Mattersburgs gibt es eine Änderung zwischen den Pfosten. Der am Fuß angeschlagene U21-Teamgoalie Markus Kuster wird durch Routinier Markus Böcskör vertreten.

Burgenländer vs. Negativspirale

In Mattersburg haderte man indes nach phasenweise soliden Leistungen nicht zuletzt mit dem Schicksal. Selbst zuhause sind die Burgenländer seit sechs Runden ohne Sieg. Das 3:1 gegen den WAC am 13. August vor eigenem Publikum war zugleich der bisher letzte volle Erfolg in den jüngsten 19 BL-Partien. "Wir müssen diese Negativspirale mit noch mehr Einsatz und Wille beenden", forderte denn auch Trainer Ivica Vastic. "Wir dürfen auf keinen Fall den Fehler machen, uns mit Mitleid zu überhäufen. Das bringt uns in dieser Situation am wenigsten weiter."

Mit Erklärungen tut sich Vastic schwer. "Wir sind ja spielerisch nie so unterlegen, dass wir keine Chance haben zu punkten. Das war bisher noch bei allen Partien der Fall, wir spielen über weite Phasen gut mit, doch am Ende passt einfach das Ergebnis nicht", resümierte der ehemalige Goalgetter. Schließlich habe man schon im ersten Saisonduell mit der Austria gezeigt, dass etwas möglich sei – zumindest eine gute Stunde lang. "Da konnten wir unter Beweis stellen, dass wir der Austria auch einige Probleme bereiten können." Das Spiel endete schließlich 3:1 für die Wiener. (APA, 14.10.2016)

SV Mattersburg – FK Austria Wien (Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins, Pappelstadion, SR Muckenhammer). Ergebnisse 2015/16: 1:5 (a), 1:2 (h), 2:2 (a), 0:9 (h). 2016/17: 1:3 (a)

Mattersburg: Böcskör – Höller, Mahrer, Rath, Farkas – Grgic, Jano – Röcher, Perlak, Fran – Varga

Ersatz: Rosenstingl – Maksimenko, Lovric, Bürger, Sprangler, Templ, Ibser, Pink

Es fehlen: Kuster (Knöchel), Novak (Arthroskopie), Malic (Muskelprobleme)

Austria: Hadzikic – Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko – Holzhauser, Serbest – Tajouri, A. Grünwald, Venuto – Friesenbichler

Ersatz: Pentz – Stronati, Kadiri Mohammed, Gluhakovic, Salamon, Vukojevic, Pires, Kvasina, Kayode

Es fehlen: Almer (krank), De Paula (Wadenbeinprellung), Windbichler (Muskelbündelriss)

  • Für Thorsten Fink und seine Austrianer bietet sich in Mattersburg die Chance, mehr Konstanz ins violette Werkl zu bringen.
    foto: apa/herbert neubauer

    Für Thorsten Fink und seine Austrianer bietet sich in Mattersburg die Chance, mehr Konstanz ins violette Werkl zu bringen.

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