Türkei: Festnahme von 189 Richtern und Staatsanwälten angeordnet

14. Oktober 2016, 13:33
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Angebliche Gülen-Anhänger sollen sich über Messenger-Dienst Bylock ausgetauscht haben

Ankara – Drei Monate nach dem Putschversuch in der Türkei dauern die Massenfestnahmen unter dem Ausnahmezustand an: Die Staatsanwaltschaft in Ankara ordnete am Freitag die Festnahme von 189 Richtern und Staatsanwälten an, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.

Sie würden verdächtigt, einen Messenger-Dienst namens Bylock genutzt zu haben, über den Anhänger des Predigers Fethullah Gülen Geheimnachrichten ausgetauscht hätten. Die Betroffenen hätten im Justizministerium in Ankara und in Gerichten im ganzen Land ihren Dienst verrichtet. 30 von ihnen hätten in Istanbul gearbeitet.

Weitere Suspendierungen auch bei Lehrern

Auch die Massensuspendierungen im öffentlichen Dienst gehen weiter: Das Bildungsministerium suspendierte im Rahmen der Untersuchungen gegen Gülen-Anhänger 2.400 weitere Lehrer vom Dienst, berichtete Anadolu am Donnerstagabend.

Die Regierung beschuldigt den in den USA lebenden Gülen, für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich zu sein. Mehr als 30.000 Verdächtige wurden seither in Untersuchungshaft genommen und mehr als 50.000 Mitarbeiter des öffentlichen Diensts entlassen. (APA, 14.10.2016)

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