Arginin-Aufnahme könnte Krebstherapien unterstützen

14. Oktober 2016, 05:30
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Die Aminosäure L-Arginin kann die Aktivität bestimmter Immunzellen verstärken

Bellinzona – Wissenschafter der Universita della Svizzera italiana (USI) berichten, dass die Aminosäure L-Arginin die Aktivität bestimmter Immunzellen verstärkt, sogenannter T-Zellen. "Arginin-Doping" könnte die körpereigenen Abwehrkräfte stärken.

Die Forscher um Antonio Lanzavecchia haben mit Kollegen der ETH Zürich und des Max-Planck-Instituts in München den Stoffwechsel von T-Zellen genau untersucht um herauszufinden, ob Bestandteile der Ernährung einen Einfluss auf die Aktivität dieser Immunzellen haben. Der Arginin-Stoffwechsel schien sich dabei als Ansatzpunkt zu eignen.

In Laborversuchen zeigte sich, dass Arginin die T-Zellen länger überleben und effizienter gegen Tumore vorgehen lässt, wie es in der Studie im Fachjournal "Cell" heißt. "Es ist wirklich faszinierend, dass ein einziges Stoffwechselprodukt die Eigenschaften von T-Zellen so dramatisch beeinflussen kann", sagte Mitautor Roger Geiger.

In Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Paola Picotti von der ETH Zürich entdeckten die Wissenschafter auch drei Proteine in den Immunzellen, die die erhöhten Arginin-Mengen wahrnehmen und den T-Zellen-Stoffwechsel so umstellen, dass die Zellen länger überleben. Damit könnte sich eine neue Möglichkeit auftun, T-Zellen-Therapien gegen Krebs zu verbessern. (APA, 14.10.2016)

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