Seilbahner machen Stimmung für Schneesportwoche

13. Oktober 2016, 17:19
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Verbände sorgen sich um Skifahrernachwuchs

Innsbruck – Vor dem Start in die Wintersaison haben die Seilbahnverbände Österreichs, Deutschlands und der Schweiz eine grenzüberschreitende Initiative lanciert: Gemeinsam fordern sie eine verpflichtende Schneesportwoche in den Schulen. Politische Unterstützung sei notwendig, gehe es doch um den Wintersportnachwuchs von morgen.

Seit Jahren mache sich ein schleichender Trend bemerkbar. Wintersportlager, früher noch im Jahreskalender der Schulen rot vermerkt, seien schon mehr Ausnahme als Regel, stellten die Seilbahner im Rahmen einer Tagung in Innsbruck fest. Da der Wintersport ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sei, müsse alles daran gesetzt werden, dass auch noch in Zukunft Ski gefahren werde.

Dreiländerinitiative

In einer Resolution fordern die Seilbahnverbände Regionen, Länder und Staaten auf, ein "dezidiertes Programm zur Förderung des Wintersports" anzustoßen. Der Schneesport habe zwar Zukunft, stehe aber großen Herausforderungen gegenüber, etwa der demografischen Entwicklung. Darauf wies der Präsident des Verbands deutscher Seilbahnen und Schlepplifte, Peter Schöttl, am Donnerstag in einer Pressekonferenz hin.

Die Diskussionen in der Öffentlichkeit würden sich oft nur auf die Kosten des Skisports reduzieren; diese seien aber nicht der entscheidende Faktor. In Deutschland unterstütze man deshalb die Eltern und Lehrer und übernehme die Organisation der Wintersportwochen, sagte Schöttl.

In Österreich sei man von einer Wiedereinführung der verpflichtenden Schulskikurse noch weit entfernt, sagte der Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs, Franz Hörl. "Unser Ziel ist es, jedes Kind in seiner Schulzeit zumindest einmal eine Wintersportwoche besuchen zu lassen." Man sei auf gutem Weg, aber das Ziel sei noch lange nicht erreicht. Man müsse vor allem für die Lehrer bessere Bedingungen schaffen, forderte Hörl. (red, 14.10.2016)

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