Patek Philippe: Happy Birthday, "Nautilus"

16. Oktober 2016, 14:00
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Die sportlich-elegante "Nautilus"-Kollektion feiert heuer ihren 40. Geburtstag. Grund genug für eine Jubiläumsedition

Auch 40 Jahre nach ihrer Lancierung zeigt sich die "Nautilus" in bester Form. Heute schon ein Designklassiker, war sie 1976 nicht ganz unumstritten. Denn zum ersten Mal in der damals 137-jährigen Geschichte von Patek Philippe sollte es eine sportlich-elegante Armbanduhr geben. Betrieben wurde das Projekt von Philippe Stern, der eng mit Gérald Genta – einem der begabtesten Uhrendesigner des 20. Jahrhunderts (siehe die Royal Oak von Audemars Piguet) – zusammenarbeitete.

Es entstand die Nautilus Referenz 3700/1A. Sie war voluminös und aus Stahl. Was für damalige Zeiten schon mutig war und dem am Markt vorherrschenden Trend möglichst flacher Golduhren widersprach. Mit den Slogans der Werbeanzeigen zur Lancierung wie "Eine der teuersten Uhren der Welt ist aus Stahl". Oder "Sie passt ebenso gut zum Taucheranzug wie zum Smoking" und "Pioniere haben nicht immer einen leichten Start" betrat Patek Philippe Neuland.

foto: patek philippe
Referenz 5711/1P mit dem 40-Millimeter-Platingehäuse

Vor allem letzterer Slogan sollte sich bewahrheiten. Denn die Nautilus war anfangs alles andere als ein Erfolg (abgesehen vom Zeitgeist, herrschte in der Schweizer Uhrenbranche zu dieser Zeit Krisenstimmung – Stichwort: Quarzkrise). Und so entwickelte sich die Uhr, deren Gestalt an die Bullaugen eines Schiffes erinnert, erst ganz langsam zu dem Bestseller, der sie heute ohne Zweifel ist. Aufwärts ging es ab 1998 als man mit der Produktion – durchaus absichtlich – nicht mehr hinterherkam. Seither wurde der Zeitmesser immer wieder dezent überarbeitet.

foto: patek philippe
Flyback-Chronograf Referenz 5976/1G

Zum 40er legt die Luxusuhrenmanufaktur eine Jubiliäums-Edition auf, die aus zwei Uhren besteht: Die Referenz 5711/1P mit dem 40-Millimeter-Platingehäuse ist eine Hommage an die Ur-Nautilus Ref. 3700/1A "Jumbo" von 1976. In ihr tickt automatische Manufakturkaliber 324 S C. Sie kostet 102.024 Euro.

foto: patek philippe
Die Jubiläumsprägung auf dem dunkelblauen Zifferblatt ist womöglich nicht jedermanns Sache.

Während der 44 Millimeter große Nautilus Flyback-Chronograf Referenz 5976/1G der subtil überarbeiteten Modellreihe von 2006 die Ehre erweist. Die Manufaktur hatte sie zum 30-jährigen Nautilus-Jubiläum lanciert. Angetrieben wird der Nautilus-Chronograf vom automatischen Manufakturkaliber CH 28-520 C mit Schaltrad und vertikaler Kupplung. Sie ist für 86.720 Euro zu haben.

Beide Modelle zeigen ein dunkelblaues Zifferblatt mit Diamantindexen, typischem Nautilus Prägedekor und diskreter Jubiläumsprägung. (max, 13.10.2016)

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