Ederer: Österreich-Fonds soll Start-ups auf Beine helfen

13. Oktober 2016, 11:39
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ÖBB-Aufsichtsratschefin: Rolle der Start-ups wird unterschätzt – Mangel an Risikokapital

Wien – Die ehemalige SPÖ-Spitzenpolitikerin und ÖBB-Aufsichtsratschefin Brigitte Ederer betonte am Mittwochabend die Wichtigkeit von Start-ups in Bezug auf die Zukunft der heimischen Wirtschaft. "Die Rolle der Start-ups werde momentan unterschätzt", sagte sie. Die großen Neuerungen und bahnbrechenden Lösungen würden wohl eher nicht von großen Konzernen geliefert werden.

Der große Schwung werde vielmehr aus Start-ups kommen. "Start-ups sind jung, kreativ und pfeifen sich nichts", so Ederer. In großen Unternehmen fehle es an Esprit und Kreativität. Zudem dauere es zu lange, eine innovative Idee umzusetzen. Man müsse die großen aber auch mit den kleinen zusammenbringen, um positive Entwicklungen zu erreichen.

Zu wenig Mittel für Start-ups

Sie kritisierte, dass Start-ups zu wenig Mittel bekommen, um sich weiterzuentwickeln und beispielsweise Arbeitsplätze zu schaffen. Der erste Schritt, das Fördern der Gründung eines Start-ups, funktioniere zwar, sobald aber Risikokapital nötig werde, hapere es. "Wenn es um Expansion geht, mangelt es an Kapital von Privaten", unterstrich Ederer.

Würde man innovativ nachdenken, gäbe es passende Modelle. Es wäre eine Überlegung wert, über einen Österreich-Fonds zu sprechen, schlug Ederer vor. Beispielsweise könnten Private in einen solchen Fonds 10.000 Euro einlegen, die sie nach drei Jahren garantiert wieder zurückbekämen. "Ob die Rendite 1 Prozent oder 5 Prozent beträgt, kann man nicht sagen", so Ederer – das hänge vom Erfolg der Beteiligung ab.

Auch die öffentliche Hand sollte mutiger werden, was das Anwenden von Innovationen betrifft und mehr probieren. Wenn sich innovative Lösungen am Heimmarkt beweisen könnten, "bringt das international einen großen Vorteil." (APA, 13.10.2016)

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