Innsbrucks Med-Uni-Rektorin stellte sich nicht vorzeitiger Wiederwahl

12. Oktober 2016, 18:12
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Helga Fritsch zog in Senat "Interessenbekundung an einer Wiederwahl ohne Ausschreibung" zurück

Innsbruck – Die Rektorin der Medizinischen Universität Innsbruck, Helga Fritsch, hat sich am Mittwoch nicht wie erwartet der vorzeitigen Wiederwahl durch den Senat gestellt. Die Rektorin habe sich entschlossen, ihre "Interessenbekundung an einer Wiederwahl ohne Ausschreibung" zurückzuziehen, teilte die Uni der APA mit.

Fritsch wolle sich nun einem "normalen Auswahlverfahren" stellen. "Ich möchte dem neu gegründeten Senat im Rahmen einer Ausschreibung der Funktion eines Rektors mehr Zeit geben und so die Auswahl der besten Köpfe ermöglichen", erklärte sie. Die vierjährige Amtszeit des Rektorats endet im September 2017, ein Jahr davor müssen die Weichen gestellt werden. Fritsch hätte für ihre vorzeitige Wiederwahl sowohl im Senat als auch im Universitätsrat eine Zweidrittelmehrheit benötigt.

Die Med-Uni war zuletzt in die Negativschlagzeilen geraten, nachdem sich der landeseigene Krankenhauserhalter Tirol Kliniken vom Institut für Pathologie der Medizinischen Universität zurückgezogen hatte. Begründet wurde das unter anderem mit Kritik wegen zu wenig Personal und wochenlangen Verzögerungen bei Untersuchungen. (APA, 12.10.2016)

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