Wo die Holztürme in den Himmel wachsen

    Ansichtssache14. Oktober 2016, 07:31
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    In Wien wird am Holzturm "Hoho" gebaut, in Vancouver entsteht ein 53 Meter hohes Studentenwohnheim aus Holz. Doch es gibt noch viel hochtrabendere Pläne

    foto: naturally wood

    Holztürme liegen im Trend: In der Wiener Seestadt Aspern fand diese Woche der Spatenstich für den Holzturm Hoho statt, der nach seiner Fertigstellung in zwei Jahren mit 84 Metern der höchste Holzturm der Welt sein wird.

    Bis dahin wird der Titel wohl vorübergehend nach Kanada gehen: In Vancouver wird derzeit am 53 Meter hohen Studentenheim UBC Brock Commons in Holz-Hybrid-Bauweise gebaut (siehe Foto). Die Fertigstellung ist für 2017 geplant.

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    foto: mdh arkitekter

    Auch in Norwegen ist derzeit ein Großprojekt aus Holz am Entstehen, wie es kürzlich in einer Aussendung von proHolz Austria hieß: Das Moholt 50/50 ist ebenfalls ein Studentenwohnprojekt in fünf neungeschoßigen Türmen, die bis auf Fundament und Erdgeschoß komplett aus Brettsperrholz bestehen werden. Die Fertigstellung ist für Ende des Jahres geplant.

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    foto: daniel shearing

    Eine der wohl größten Holzbaustellen der Welt ist der Wohnbau Dalston Lane in London, wo in mehreren Gebäudeteilen bis 2017 123 Wohnungen in Brettsperrholzbauweise errichtet werden.

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    visualisierung: perkins+will/thornton tomasetti/university of cambridge

    Mit Holz hat man auch anderswo viel vor: In Amsterdam ist, wie berichtet, mit 73 Metern Höhe das höchste Holzwohnhaus der Welt geplant. Und in London gibt es zumindest Pläne für einen 300 Meter hohen Turm.

    Auch in den USA werden ambitionierte Pläne gewälzt: Die Architekten von Perkins + Will haben vor wenigen Tagen ein Konzept für einen 80-stöckigen Holzturm am Chicago River im Rahmen eines größeren Masterplans vorgestellt.

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    visualisierung: perkins+will/thornton tomasetti/university of cambridge

    Der River Beech Tower wäre fast 280 Meter hoch. Wirklich spruchreif ist er aber nicht: Ziel der Planer ist, gemeinsam mit den Ingenieuren von Thornton Tomasetti und Forschern der University of Cambrige zu verstehen, wie große Holzbauten geplant werden müssen.

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    visualisierung: perkins+will/thornton tomasetti/university of cambridge

    Die bisher etwas kryptischen Details zum dafür benötigten Baumaterial: Es soll auf bereits im Handel erhältliche Holzprodukte zurückgegriffen werden. Das Design des Turms soll auf einem System basieren, bei dem die "natürliche axiale Festigkeit" von Holz durch ein außen am Gebäude liegendes Netzsystem aus diagonalen Holzträgern genutzt wird.

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    visualisierung: perkins+will/thornton tomasetti/university of cambridge

    Im River Breech Tower soll es 300 Wohnungen geben, die um ein zentrales Atrium herum angeordnet sind. Außerdem sind Gemeinschafts- und Gewerbeflächen vorgesehen.

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    visualisierung: perkins+will/thornton tomasetti/university of cambridge

    Aber ist ein 280 Meter hoher Turm aus Holz überhaupt möglich? Zumindest die Planer geben sich selbstsicher: Am Ende ihrer Forschungs- und Entwicklungsarbeit, wenn der Masterplan dann in die Umsetzung geht, könnte die Zeit reif sein und der Turm "potenziell realisiert werden", meinen sie in einer Aussendung. (zof, 14.10.2016)

    Nachlese

    Höchstes Holzwohnhaus der Welt in Amsterdam geplant

    Pläne für welthöchsten Holzturm in London

    Baustart für Holzturm in der Seestadt Aspern

    Größtes Studentenheim aus Holz in Leoben fertig

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