Herbert Weiß neuer Chef der AHS-Lehrergewerkschaft

12. Oktober 2016, 16:55
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Weiterführung des bisherigen Kurses – Quin in GÖD-Vorstand gewählt

Wien – Herbert Weiß von der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) ist neuer Vorsitzender der AHS-Lehrergewerkschaft, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der konservativen AHS-Lehrer. Er folgt damit auf Eckehard Quin (FCG), der nach seiner Wahl in den Vorstand der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) beim jüngsten Bundeskongress laut Statuten seinen Posten räumen musste.

Weiß (Jahrgang 1961) studierte Mathematik und Darstellende Geometrie und unterrichtet am Grazer Oeverseegymnasium. Inhaltlich möchte Weiß den Kurs des scharfzüngigen Niederösterreichers Quin, der seit 2010 an der Spitze der AHS-Gewerkschaft stand und erst im April wiedergewählt worden war, laut der Aussendung weiterführen.

Differenziertes Schulwesen

Entsprechend klingen auch die Schwerpunkte, die Weiß sich für seine Arbeit vorgenommen hat: Auch er setzt weiter auf die Allianz mit Schüler- und Elternvertretung, will sich für den Erhalt eines differenzierten Schulwesens und die Möglichkeit zur Wahl zwischen Halbtags- und ganztägigen Schulformen starkmachen bzw. lehnt "Experimente auf Kosten unserer Jugend" ab. In der Schulpolitik will er dafür sorgen, dass die Stimme der Lehrer gehört wird und "Vernunft statt Ideologie" die Diskussion prägen.

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) richtet er seine prinzipielle Bereitschaft zur Zusammenarbeit aus: "Für pädagogisch sinnvolle Reformen wird sie in mir einen konstruktiven Partner haben." Ganz den Rücken kehren wird Quin, der als "Scharfmacher" für Proteste gegen das neue Lehrerdienstrecht und teils erbitterter Kritiker von Reformen wie der Zentralmatura aufgetreten war, der AHS-Gewerkschaft übrigens nicht: Er bleibt weiter Mitglied der Bundesleitung. (APA, 12.10.216)

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