Microsoft bringt Datenbrille Hololens nach Europa

12. Oktober 2016, 14:11
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Wird 3.300 Euro kosten – Mischt physische mit digitaler Realität über durchsichtiges Display

Microsoft will seine Datenbrille Hololens ab November auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland ausliefern. Ab sofort könnten Entwickler und kommerzielle Partner das System vorbestellen, kündigte Microsoft an. Seit der ersten Vorstellung seien bereits "beeindruckende Mixed-Reality-Anwendungen" entwickelt worden, sagte Alex Kipman von Microsoft.

International wird das Potenzial der Hololens bereits bei einer Reihe von Unternehmen getestet, darunter bei ThyssenKrupp, Airbus oder der NASA.

Digital trifft physische Welt

Anders als bei Brillen für virtuelle Realität kombiniert die Datenbrille von Microsoft digitale Anzeige und reale Umgebung. So können etwa bewegbare Elemente für die Maschinensteuerung inklusive Anleitung eingeblendet werden. Solche Systeme werden deshalb auch Augmented Reality (erweiterte Realität) genannt, Microsoft spricht von Mixed Reality, gemischter Realität.

Die Preise für die Vorbestellungen sind bereits bekannt. 2.719 Pfund wird Microsoft in Großbritannien verlangen. Interessenten in Irland, Frankreich und Deutschland müssen 3.299 Euro für ein Entwicklergerät investieren.

Markt für VR und AR wächst

Die Marktforscher von IDC rechnen damit, dass die weltweiten Umsätze mit erweiterter und virtueller Realität von 5,2 Mrd. Dollar (4,7 Mrd. Euro) in diesem Jahr bis 2020 auf über 162 Mrd. Dollar steigen werden.

Das Headset Hololens, eine Datenbrille mit integriertem Computer, stellte Microsoft erstmals im Jänner 2015 vor. Seither werden verschiedene Anwendungsszenarien in Industrie, Handel und Fertigung erprobt. Als Betriebssystem dient Microsofts Windows Holographic, auf der alle holografischen Anwendungen als universelle Windows-Apps laufen. Damit sind sie auf allen Windows-Geräten ausführbar. Auch in Australien und Neuseeland soll die Hololens ab November verfügbar sein. (APA, red, 12.10.2016)

  • Vor einigen Monaten konnte der WebStandard die Hololens ausprobieren.
    foto: christian dusek

    Vor einigen Monaten konnte der WebStandard die Hololens ausprobieren.

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