Waffen für Kurden: Erdogan rügt Clintons "politischen Dilettantismus"

12. Oktober 2016, 13:19
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Clinton: Kurden sind "unsere wichtigsten Partner in Syrien und im Irak" – Erdogan: USA würden Tod Hunderttausender in Kauf nehmen

Istanbul/Damaskus – Die türkische Staatsführung hat US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton für ihre Bereitschaft zur Bewaffnung kurdischer Milizen scharf kritisiert. Präsident Tayyip Erdogan sagte am Mittwoch vor Juristen in Ankara, er halte solche Äußerungen für "sehr unglücklich" und betrachte sie als "politischen Dilettantismus".

Die demokratische Kandidatin Clinton hatte beim zweiten TV-Duell mit dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gesagt, als Präsidentin würde sie eine Bewaffnung der Kurden in Erwägung ziehen. Diese seien "unsere wichtigsten Partner in Syrien und im Irak" – und zusammen mit arabischen Kämpfern am Boden das Mittel der Wahl, um die syrische IS-Hochburg Raqqa zu erobern.

Spiel mit dem Feuer

Erdogan warf den USA vor, mit der Bewaffnung der Kurden den Tod Hunderttausender Menschen in Kauf zu nehmen. "Mit Terrororganisationen zusammenzuarbeiten, gleicht dem Spiel mit dem Feuer", warnte er.

Im Bürgerkriegsland Syrien unterstützen die USA die Kurdenmiliz YPG im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die YPG ist ein Ableger der in der Türkei verbotenen kurdischen Untergrundorganisation PKK. Im Irak kämpfen die kurdischen Peschmerga, deren Kämpfer auch von der deutschen Bundeswehr geschult werden. (APA, 12.10.2016)

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