Nishikori als fünfter Spieler bei ATP-Finals

12. Oktober 2016, 12:25
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Nur noch drei Plätze frei – Berdych vergab in Shanghai wichtige Punkte – Nadal weiter in der Krise

Shanghai/London – Kei Nishikori hat sich aufgrund von Resultaten in Shanghai als fünfter Spieler nach Novak Djokovic, Andy Murray, Stan Wawrinka und Milos Raonic für die ATP-Finals in London (13. bis 20. November) qualifiziert. Der Japaner ist damit zum dritten Mal in Folge in der O2-Arena beim Finale der besten acht Spieler der Saison dabei.

"Ich hatte ein sehr konstantes Jahr bis jetzt und freue mich sehr, dass ich weiter ein Teil dieser Elite-Gruppe bin", ließ der Japaner verlauten. Sein bestes Major-Resultat war das Halbfinale bei den US Open, zudem erreichte er das Viertelfinale der Australian Open. Der 26-jährige holte in Memphis seinen 11. Tour-Titel und stand in den Endspielen von Miami, Barcelona und Toronto.

Einen herben Rückschlag im Kampf um ein London-Ticket zum Vorteil auch von Dominic Thiem musste hingegen der Tscheche Tomas Berdych in Shanghai hinnehmen. Der aktuell Neuntplatzierte unterlag nach einem Freilos gleich zum Auftakt dem Spanier Marcel Granollers mit zweimal 6:7 und vergab damit die Chance, Thiem noch vor Wien zu überholen. Sein Rückstand beträgt nun 325 Zähler auf den Österreicher.

Kriselnder Nadal

Rafael Nadal steckt unterdessen weiter in der Formkrise. Der Weltranglisten-Fünfte verlor beim Masters-1000-Turnier in Shanghai am Mittwoch in der 2. Runde gegen den Serben Viktor Troicki mit 3:6,6:7(3). Nadal erspielte sich dabei keinen einzigen Breakball. Für Troicki war es im sechsten Duell mit dem Spanier der erste Sieg.

Nadal musste damit einmal mehr frühzeitig von einem Turnier abreisen. Der 14-fache Grand-Slam-Sieger hat seit dem Turnier in Madrid im Mai mit Ausnahme des Olympia-Turniers in Rio de Janeiro nie mehr ein Halbfinale erreicht. Seine Teilnahme bei den ATP-Finals Mitte November in London hat Nadal deshalb noch nicht fixiert.

Stan Wawrinka kam indes ohne Probleme zu seinem ersten Sieg. Der US-Open-Sieger aus der Schweiz bezwang nach einem Freilos in der 2. Runde den Briten Kyle Edmund 6:3,6:4 und trifft nun im Kampf um das Achtelfinale auf den Franzosen Gilles Simon.

Wieder einmal eine lustlose Vorstellung zeigte indes der Australier Nick Kyrgios beim 3:6,1:6 gegen den Deutschen Mischa Zverev. Im zweiten Satz ließ der Weltranglisten-14. die Niederlage ohne viel Gegenwehr, aber zum Ärger der Zuschauer, geschehen. "Wenn es ihnen nicht gefällt, dann sollen sie eben gehen. Ich habe sie nicht eingeladen, zuzusehen, ", sagte Kyrgios danach. (APA, 12.10.2016)

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