BASF mit weniger Gewinnrückgang als erwartet

12. Oktober 2016, 10:42
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Bereinigtes Betriebsergebnis sinkt um gut fünf Prozent – Analysten hatten stärkeren Rückgang erwartet – BASF bekräftigt Jahresziele

Ludwigshafen – Der deutsche Chemieriese BASF hat im dritten Quartal einen geringeren Gewinnrückgang als erwartet eingefahren. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen sank von Juli bis September um gut fünf Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstagabend überraschend mitteilte.

Analysten hatten laut dem Analysehaus Vara Research zuletzt mit einem deutlich stärkeren Rückgang auf gut 1,3 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz sank binnen Jahresfrist um knapp ein Fünftel auf 14 Milliarden Euro, was überwiegend auf die Trennung vom Gashandels- und Speichergeschäft zurückzuführen ist.

Im Agrarchemiegeschäft, der Sparte Sparte Performance Products, zu der etwa Geschäfte mit Pigmenten aber auch Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie gehören, sowie im Bereich Functional Materials & Solutions, zu dem beispielsweise das Geschäft mit Autokatalysatoren, Lacken, technischen Kunststoffen und Produkten für die Bauindustrie zählt, konnte BASF im dritten Quartal beim Ergebnis deutlich zulegen.

Gesamtjahr mit weniger Gewinn erwartet

Für 2016 rechnet BASF weiterhin mit einem Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen leicht unter Vorjahresniveau – darunter versteht der Vorstand ein Minus von bis zu 10 Prozent. Der Umsatz wird wegen der Trennung vom Gashandelsgeschäft, das in einem Milliarden-Tauschgeschäft an die russische Gazprom ging, deutlich zurückgehen. Den vollständigen Quartalsbericht will BASF am 27. Oktober veröffentlichen.

Im zweiten Quartal hatte ein Einbruch im Öl- und Gasgeschäft BASF noch einen deutlichen Ergebnisrückgang eingebrockt. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen schrumpfte um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Vorstandschef Kurt Bock hatte daher die Jahresprognose als "anspruchsvolles Ziel" bezeichnet, sie hänge insbesondere von der Entwicklung des Ölpreises ab. BASF erwartet für dieses Jahr bisher einen Ölpreis von 40 Dollar pro Barrel im Jahresdurchschnitt. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee kostet derzeit gut 52 Dollar (rund 47 Euro) je Barrel (159 Liter). (APA, Reuters, 12.10.2016)

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