Die Tricks der Buchungsportale

12. Oktober 2016, 15:01
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Hier werden ein paar Mythen rund um Online-Hotelbuchungen erklärt

Bestpreisgarantie, Preisvergleich-Portale, Schnäppchen-Seiten, 24-Stunden-Sales: In der Flut der Angebote mit dem angeblich besten Preis blickt kaum ein Verbraucher durch. Neben Lockangeboten gibt es weitere Fehlinformationen, auf die viele Konsumenten auf der Suche nach einer Urlaubsreise reinfallen.

Hier sind einige Mythen rund ums Buchen via Web und was dahintersteckt:

  1. Bei den Hotels direkt bekommt man immer die besten Zimmerpreise
    Stimmt nicht. Eigentlich klingt es logisch, dass Hotels selbst die besten Zimmerpreise anbieten. Es sind keine Zwischenhändler eingeschaltet, die eine hohe Provision von der Buchungssumme einbehalten. Dennoch sind die Zimmerpreise auf Hotelwebseiten oft nicht günstiger buchbar als beim Reisevermittler. Im Gegenteil: Teilweise verhandeln Hotelportale oder Veranstalter günstige Kontingente und bieten diese unabhängig von den Tagespreisen des Hotels an. Obwohl die sogenannte Best-Preis-Klausel gefallen ist und Hotels inzwischen günstigere Preise aufrufen dürfen als die, die sie den Buchungsportalen anbieten, nutzen viele Hotels diese Option nicht – aus Angst vor einer Herabstufung im Ranking.

  2. Angebote, die im Preisvergleich ganz oben gelistet sind, sind am günstigsten
    Stimmt oft nicht. Super günstige Lockpreise helfen Reiseportalen bei Preisvergleichssuchmaschinen ganz oben in der Auswahl zu erscheinen. Ist der Verbraucher erst auf die Website gelockt, wird oft versucht, den Umsatz der Buchung anzuheben. Dann berechnen Reiseportale im Buchungsprozess kaum vergleichbare Zusatzgebühren. Darunter fallen Zahlungskosten, Buchungsgebühren, angeblich vergriffene günstige Zimmerkategorien, ausgebuchte Hotels und vieles mehr.

  3. Preisvergleichsportale garantieren die niedrigsten Preise
    Stimmt nicht. Preisvergleichsportale zeigen immer nur eine Auswahl an Anbietern, niemals jedoch alle an. Zudem bieten manche Buchungsseiten die Hotels direkt auf ihrer Seite sogar günstiger an als unter ihrem Logo auf dem Preisvergleichsportal. Auch werden temporäre Sonderangebote oft nicht durch die Preisvergleichsportale erfasst. Fazit: Diese Internetseiten sind für Kunden extrem bequem und erfreuen sich großer Beliebtheit, sind aber nicht zwingend die Quelle des besten Preises.

  4. Last-Minute ist am günstigsten
    Nur sehr eingeschränkt gültig. Es gibt Einzelfälle, in denen Last-Minute-Angebote den besten Preis anbieten. In der Regel sieht es aber so aus, dass die schönsten Hotels längst ausgebucht sind oder Preise kurz vor dem Reisetermin noch einmal drastisch steigen. Früh buchen ist auf jeden Fall lohnenswert.

  5. Deal-Portale und 24-Stunden-Schnäppchen bieten die günstigsten Preise
    Stimmt nur teilweise. Möglicherweise bieten sie während des Aktions-Zeitraums den günstigsten im Internet verfügbaren Preis. Allerdings ist nicht garantiert, dass dieser Preis später nicht doch noch sinkt. Diese Portale arbeiten mit der zeitlichen Verknappung, um das Überprüfen und Vergleichen Verbrauchern unmöglich zu machen. Haben Reiselustige nur wenige Stunden Zeit, ist es eine naheliegende Option, sich spontan zu entscheiden und zu buchen. Jedoch ist ungewiss, ob die gebuchte Rate die Günstigste ist.

  6. Der Preis für ein Hotel variiert je nach Land, in dem es gebucht wird
    Das passiert häufig. IP-Adressen verschiedener Länder bekommen mitunter auch verschiedene Preise angezeigt. Der Grund dafür: Das Preisniveau wird der Kaufkraft des jeweiligen Landes angepasst. Wird auf den Philippinen gebucht, kostet ein Hotel beispielsweise oft weniger als wenn es von Österreich aus reserviert wird.

    Fazit: Preisbewusste Verbraucher müssen bisher zahllose Seiten vergleichen, idealerweise jeden Tag auf Neue, um den besten Preise zu finden. Irreführende Sonderangebote, geschickte IT-Tricks der Anbieter und intransparente Preisgestaltung machen einen effektiven Preisvergleich sehr aufwändig, wenn nicht sogar praktisch unmöglich.

    Interessant ist in diesem Zusammenhang das Service von DreamCheaper: Dort kann man buchen, wo es bequem und kostenlos stornierbar ist. Im Anschluss kann man die Buchungsbestätigung an hotel@dreamcheaper.com weiterleiten. Ein Algorithmus prüft ab dann mehrmals täglich, ob auf einer der zahlreichen Buchungsseiten eine Preis- oder Produktverbesserung verfügbar ist. Dabei sollen neben Hotels und Buchungsportalen auch sogenannte Bettenbanken durchsucht, auf die der Nutzer selbst nicht zugreifen kann.

    Gibt es das gleiche Zimmer im gleichen Hotel günstiger oder bietet sich ein Upgrade an, beispielsweise inkludiertes Frühstück zum gleichen Preis, dann informiert das Unternehmen den Nutzer per E-Mail über das Angebot. Der kann sich dann entscheiden, ob er das Angebot annimmt – dann wird umgebucht und danach die ursprüngliche Buchung storniert. DreamCheaper behält 20 Prozent des auf die neue Buchung gesparten Betrags ein. (red, 12.10.2016)

  • Artikelbild
    foto: dreamcheaper/naka island resort
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