WHO empfiehlt Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke

11. Oktober 2016, 14:44
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Werden Limonaden mit einer Sondersteuer von mindestens 20 Prozent belegt, könnte das laut Weltgesundheitsorganisation "Leiden reduzieren und Leben retten"

Der Kampf gegen Fettleibigkeit und damit verbundene Krankheiten sollte nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Geldbörse ansetzen: Allen Regierungen sei zu empfehlen, zuckerhaltige Getränke mit einer Sondersteuer von mindestens 20 Prozent zu belegen.

Diese könne zu einem spürbaren Rückgang des Zuckerkonsums führen, erklärte die WHO anlässlich des Welt-Adipositas-Tages am 11. Oktober. Als Ergebnis würden weniger Menschen an Übergewicht, Fettleibigkeit, Diabetes oder Karies leiden, heißt es in einer WHO-Studie.

"Wenn Regierungen Produkte wie zuckerhaltige Getränke stärker besteuern, können sie Leiden reduzieren und Leben retten", sagte Douglas Bettcher, Direktor der WHO-Abteilung für die Vorbeugung von nichtansteckenden Krankheiten. "Zudem können sie die Kosten für das Gesundheitswesen verringern und ihm zugleich mehr Geld zur Verfügung stellen."

2015 seien WHO-Daten zufolge weltweit 42 Millionen Kinder unter fünf Jahren übergewichtig oder fettleibig gewesen. Dies entspreche einer Steigerung um elf Prozent innerhalb von 15 Jahren. Die Zahl der Diabeteskranken sei von 108 Millionen im Jahr 1980 auf 422 Millionen im Jahr 2014 gestiegen. (APA, 11.10.2016)

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