Neue Ausstellung zeigt Geologie in drei Dimensionen

11. Oktober 2016, 14:16
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Geologische Bundesanstalt präsentiert in Wien Modelle mit Glas-Lasergravur, 3D-Drucke und Lasercut-Modelle

Wien – Was unter unserem Boden vor sich geht, führt die Geologische Bundesanstalt in einer neuen Ausstellung eindrücklich vor Augen. Die Schau "Geologie³ – Geologie in drei Dimensionen", die am Dienstag eröffnet wird, vermittelt mit Glasmodellen, in die mittels Lasergravur die geologischen Schichten Wiens eingebrannt wurden, 3D-Drucken, bei denen sich die einzelnen Schichten abnehmen lassen, und Hologrammen einen auch für Laien nachvollziehbaren Eindruck vom Untergrund.

foto: geologische bundesanstalt
Das Glas-Lasergravurmodell von Forschern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt den Staßfurter Salzsattel.

Seit einigen Jahren ergänzen geologische 3D-Modelle die klassischen, zweidimensionalen geologischen Karten. Mit ihnen lassen sich oft räumliche Zusammenhänge und Sachverhalte besser beschreiben und vermitteln. Während sich die Experten üblicherweise auf die 3D-Modellierung am Computer konzentrieren, eignen sich die Methoden auch gut für vielfältige Darstellungsmöglichkeiten.

Rekord-Modelle aus Glas

In Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg werden einige der nach Angaben der Bundesanstalt weltweit größten 3D-Geologie-Glasmodelle gezeigt. Erstmals wird auch die komplizierte Geologie im Wiener Stadtgebiet bis in eine Tiefe von 4.500 Metern als 25 Kilo schweres Lasergravurmodell aus Glas (30x27x12 Zentimeter) dargestellt.

foto: geologische bundesanstalt
Der Untergrund Wiens, dargestellt mit einem Kunsstoffmodell aus dem 3D-Drucker.

Vom Wiener Untergrund gibt es auch ein zerlegbares 3D-Druck-Modell. Zudem wurde ein geologisches Planungsmodell für die U2-Erweiterung in der Bundeshauptstadt dreidimensional ausgedruckt. Als schöner Kontrast dazu ist ein großes älteres Schichtmodell des Wiener Untergrunds aus Holz zu sehen. Vom Salzburger Becken wird ein Styropor-Lasercutmodell gezeigt. Auch mit virtuellen Darstellungsmöglichkeiten wie Hologrammen werden geologisch-räumliche Informationen in der bis 13. Dezember geöffneten Ausstellung vermittelt. Zu den einzelnen Modellen gibt es erläuternde Poster. (APA, red, 11.10.2016)

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