Trumps Glücksspieltempel "Taj Mahal" ist pleite

11. Oktober 2016, 09:32
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Die Kasino- und Hotelanlage hatte zuletzt etwa 3000 Mitarbeiter, US-Investor Carl Icahn verliert Millionen

Washington – Donald Trump nannte es einst das achte Weltwunder – nun sind die Türen seines ehemals prunkvollsten Casinos geschlossen. Das "Trump Taj Mahal" in der US-Glückspielhochburg Atlantic City stellte am Montag nach monatelangem Streik den Betrieb ein. Die Kasino- und Hotelanlage hatte zuletzt etwa 3000 Mitarbeiter.

Der New Yorker Immobilien-Tycoon und republikanische US-Präsidentschaftskandidat Trump hatte das Kasino 1990 mit großem Rummel als Vorzeigeobjekt eröffnet – zur Premiere kamen Pop-Legende Michael Jackson und 75.000 Fans.

Flop um Flop

Doch das Mega-Projekt, das alle anderen Glückspieltempel in Atlantic City in den Schatten stellte, wurde rasch zum finanziellen Flop. Es folgte der erste von vier Insolvenzanträgen für Firmen aus Trumps Kasino-Imperium. 2009 zog sich der Unternehmer weitgehend aus dem Glückspielgeschäft in der US-Östküstenstadt zurück.

Die letzten Anteile an der Kasino-Gesellschaft Trump Entertainment Resorts gab Trump im März im Zuge einer Umstrukturierung ab. Der mit ihm befreundete New Yorker Hedgefonds-Investor Carl Icahn übernahm die Kontrolle. Nach einem erbitterten Streit mit der Gewerkschaft erklärte Icahn die Sanierung vor gut zwei Monaten für gescheitert.

Obwohl er 350 Millionen Dollar in das Kasino gesteckt habe, sei nichts mehr zu retten gewesen, teilte Icahn am Montag mit. "Heute ist ein trauriger Tag für Atlantic City." Viele Angestellte des "Trump Taj Mahals" hatten seit Juli gegen Icahns Pläne gestreikt. Sie machen dem Investor heftige Vorwürfe und glauben, dass die Schließung nur ein Manöver ist, um die Gewerkschaft loszuwerden. (APA, 11.10.2016)

  • Für immer zu: Trums "achtes Weltwunder".
    foto: ap/mel evans

    Für immer zu: Trums "achtes Weltwunder".

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