Putin, Erdoğan, Trump

Einserkastl10. Oktober 2016, 17:35
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Wenn die USA in die Hände eines skrupellosen Soziopathen fallen, dann muss sich nicht nur Hillary Clinton fürchten

Der liberalen Demokratie geht's nicht gut im Moment. Wohin man in Europa schaut, drängen rechtsnationalistische Pseudodemokraten an die Macht bzw. sind sie schon dort. Wirklich zum Fürchten ist die – immer noch bestehende – Möglichkeit, dass ein Donald Trump die USA in ein autoritäres System verwandelt.

Dazu muss man sich nur diese Passage in der TV-Debatte zwischen Trump und Hillary Clinton am Sonntagabend vergegenwärtigen:

Trump: "Wenn ich gewinne, werde ich den Justizminister anweisen, einen Sonderstaatsanwalt einzusetzen, der Ihre Situation untersucht ..."

Clinton: "Es ist ein Glück, dass jemand mit dem Temperament von Donald Trump nicht die Justiz in unserem Land beherrscht ..."

Trump: "Weil Sie dann im Gefängnis wären" (begeistertes Kreischen und Applaus bei einem Teil des Publikums).

Das ist das erste Mal in der jüngeren Vergangenheit in den USA und der westlichen Welt überhaupt, dass ein Spitzenpolitiker seinen politischen Gegner mit dem Einsperren bedroht, würde er selbst an die Macht kommen.

Trump stellt sich damit vorsorglich in eine Reihe mit Leuten wie Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan und anderen gewählten Autokraten wie dem verstorbenen Hugo Chávez.

Wenn die USA in die Hände eines skrupellosen Soziopathen fallen, dann muss sich nicht nur Hillary Clinton fürchten. (Hans Rauscher, 10.10.2016)

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