Pfund setzt Talfahrt wegen Brexit-Sorgen fort

10. Oktober 2016, 14:10
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Morgan-Stanley-Experte: Müssen uns auf anhaltende Pfund-Schwäche einstellen

London – Der Kurseinbruch bei der britischen Währung geht weiter: Das Pfund Sterling verbilligte sich am Montag um mehr als einen halben Cent auf 1,2363 Dollar. Anleger sorgen sich seit Tagen vor einem "harten" Brexit, also einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne freien Zugang zum EU-Binnenmarkt.

"Ich glaube, wir müssen uns auf eine anhaltende Schwäche beim Pfund einstellen", sagte der Chefwährungsstratege von Morgan Stanley in London, Hans Redeker. Es sei nicht auszuschließen, dass der Pfund-Kurs bis auf 1,20 Dollar weiter falle. "In die Nähe von 1,15 bis 1,18 Dollar werden wir aber nicht kommen", fügte Allianz-Fondsmanager Brian Tomlinson hinzu.

Am Freitag hatte ein sogenannter Flash-Crash beim Pfund Anlegern einen Schrecken eingejagt. Innerhalb weniger Sekunden brach die Währung auf einigen Handelsplattformen von 1,2600 Dollar auf rund 1,14 Dollar ein. Der Absturz wurde Börsianern zufolge durch einen automatischen Handel über Computer ausgelöst. (APA, Reuters, 10.10.2016)

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