Studie: Finanzchefs werden 2017 etwas mehr verdienen

10. Oktober 2016, 13:34
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Je nach Berufserfahrung wird ein CFO-Jahresgehalt 2017 laut einer aktuellen Studie zwischen 91.750 und 144.500 Euro liegen – 1,6 Prozent mehr als heuer

Die Finanzchefs in österreichischen Konzernen werden im kommenden Jahr um bis zu 1,6 Prozent mehr verdienen als heuer. Je nach Berufserfahrung wird ein Jahresgehalt eines Chief Financial Officers (CFO) 2017 zwischen 91.750 und 144.500 Euro liegen. CFOs mit über fünf Jahren Berufserfahrung erhalten 142.500 Euro und mehr, so der Personaldienstleister Robert Half in seiner neuen "Gehaltsübersicht 2017".

Berufe mit dem höchsten Plus

Die höchsten Gehaltszuwächse werden mit 3,6 Prozent aber für Steuerexperten, Konsolidierer und Bilanzbuchhalter erwartet. Ein Plus von über drei Prozent wird auch für Risikoanalysten sowie Lohn- und Gehaltsverrechner prognostiziert.

Die zuversichtliche Zukunftsprognose der Finanzchefs und das wirtschaftliche Wachstum wirken sich laut Studie nur in einem Teil der Unternehmen positiv auf die zu erwartenden Gehälter im Finanz- und Rechnungswesen aus. Nur rund ein Drittel der CFOs (37 Prozent) nimmt demnach an, dass die Löhne für bestehende Mitarbeiter steigen werden. Fast zwei Drittel (63 Prozent) aber rechnen mit gleichbleibenden Gehältern. Die Einschätzungen der Boni-Entwicklung sind ähnlich: 63 Prozent der Finanzchefs gehen von gleichbleibenden Bonuszahlungen aus, nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) rechnet mit steigenden Boni.

Suche nach guten Mitarbeitern schwer

Mit zu den größten Sorgen der Finanzchefs gehört der Fachkräftemangel. Für CFOs sei es schwierig, Top-Kandidaten zu gewinnen. 89 Prozent der befragten CFOs sehen sich dadurch in ihrer Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt und befürchten, dass ihre Unternehmensleistung sinken könnte.

Die Mitarbeitersuche stellt somit auch die größte Herausforderung dar. 82 Prozent der CFOs bewerten die Suche nach den passenden Kandidaten als schwierig bis sehr schwierig. Vor allem gebe es zu wenig Fachkräfte mit Spezialwissen oder für Nischenbereiche. Ins Gewicht fallen auch mangelnde kaufmännische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Zu den Top drei der gefragtesten Jobs im Finanz- und Rechnungswesen gehören Bilanzbuchhalter, Financial Controller und IFRS-Experten.

Personalsuche im Netz kein großes Thema

Die größte Herausforderung stellt für die Personalverantwortlichen der Kampf um talentierte und qualifizierte Mitarbeiter dar sowie die Nachfolgeplanung für ausscheidende Mitarbeiter und die Forderung nach mobilen und flexiblen Arbeitsplätzen. Dieser Trend sollte sich in Zukunft noch verstärkten. Dazu kommt das Thema Rekrutierung über soziale Medien und mobile Rekrutierung.

Der wichtigste Einflussfaktor auf die Einstellungsentscheidung ist der Eindruck im Bewerbungsgespräch und die nachgewiesene Berufserfahrung im Lebenslauf. Die Talentsuche im Netz spielt so gut wie keine Rolle. (APA, red, 10.10.2016)

  • Die höchsten Gehaltszuwächse werden mit 3,6 Prozent aber für Steuerexperten, Konsolidierer und Bilanzbuchhalter erwartet.
    foto: apa

    Die höchsten Gehaltszuwächse werden mit 3,6 Prozent aber für Steuerexperten, Konsolidierer und Bilanzbuchhalter erwartet.

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