Deutscher Schriftsteller Leif Randt erhält Erich-Fried-Preis

10. Oktober 2016, 12:42
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Auszeichnung wird im Rahmen der Erich-Fried-Tage in Wien verliehen

Wien – Der deutsche Schriftsteller Leif Randt ist der heurige Gewinner des Erich Fried Preises. Der 1983 in Frankfurt geborene Randt wird die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen der Erich Fried Tage im Literaturhaus Wien entgegennehmen. Das Festival geht heuer von 19. bis 22. November über die Bühne. Gestiftet wird der Preis vom Bundeskanzleramt.

Die Auszeichnung wird von der Internationalen Erich Fried Gesellschaft seit 1990 an jüngere Autoren für herausragende literarische Leistungen vergeben. So umfasst die Preisträgerliste bereits so renommierte Namen wie Christoph Hein, Robert Schindel, Robert Menasse oder Judith Hermann.

Alleinige Jurorin: Eva Menasse

Für den heurigen Preisträger entschied sich Eva Menasse als alleinige Jurorin. "Die literarische Stimme von Leif Randt ist unverkennbar, einprägsam, eigen-artig im besten Sinn. Sie knackt vor staubtrockener Ironie, einer Ironie, die für mitteleuropäische Autoren ungewöhnlich ist. Nichts an seiner Sprache ist saftig, alles ist kühl und hochglanzpoliert, die Farben so schön klar wie aus dem Gefriertrockner", begründete die 46-jährige Autorin ihre Wahl. "Ich gratuliere Leif Randt, der als Spezialist für die Generation Twentysomething und für seinen nüchtern-lakonischen Stil bekannt ist, sehr herzlich zu dieser Auszeichnung", unterstrich am Montag auch Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ).

Seinen literarischen Durchbruch feierte Randt nach einem Studium des Kreativen Schreibens und des Kulturjournalismus in Hildesheim mit seiner Wohlstandsutopie "Schimmernder Dunst über CobyCounty" 2011. Zuletzt etablierte er sich mit Werken wie "Planet Magnon" (2015) als einer der stilbildenden Autoren seiner Generation. Zu den bisherigen Preisen in der beruflichen Vita des Autors zählen etwa der Ernst-Willner-Preis beim Bachmann-Wettbewerb 2011, der Düsseldorfer Literaturpreis 2012 oder ein Stipendium der Villa Aurora in Los Angeles (2013).

Jüdische Gegenwarten

Die Preisverleihung an Randt ist der Höhepunkt der heurigen Erich Fried Tage, die auch ein Symposium zum Thema "Jüdische Gegenwarten in Europa" beinhalten. Hierfür haben sich neben einer begleitenden Ausstellung zahlreiche Autoren angekündigt, die sich dem Themenkreis widmen, darunter Mirna Funk oder Arnon Grünberg, Edek Bartz oder Jana Hensel. Überdies gibt es eine Vorschau auf die Fried Tage 2017 mit dem US-Autor Jeffrey Eugenides. (APA, 10.10.2016)

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