Papst Franziskus kreiert 13 neue Kardinäle

9. Oktober 2016, 16:34
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Am 19. November zum Ende des Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit

Vatikanstadt – Papst Franziskus hat für den 19. November ein Konsistorium zur Ernennung von 17 neuen Kardinälen einberufen. Unter ihnen sind fünf Europäer, vier Nordamerikaner, zwei Südamerikaner, drei Afrikaner, zwei Asiaten und ein Ozeanier, wie der Heilige Stuhl am Sonntag mitteilte. Vier der Kandidaten sind über 80 Jahre alt und damit bei einer Papstwahl nicht stimmberichtigt.

Unter den neuen Kardinälen findet sich der Nuntius in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari (70), der auf seinem Posten bleiben wird. Darin zeige sich die hohe Bedeutung, die der Papst dem Syrien-Konflikt zuschreibe, hieß es bei Radio Vatikan.

Unter die Purpurträgern darf sich auch der Erzbischof von Bangui, Dieudonne Nzapalainga (49) einreihen. Der Papst hatte 2015 die Zentralafrikanische Republik besucht. Unter den Nicht-Stimmberechtigten ist der im Kommunismus verfolgte albanische Priester Ernest Simoni (88). Aus dem muslimischen Bangladesch wird der Erzbischof von Dhaka, Patrick D'Rozario (73) zum Kardinal erhoben.

Torschluss

Als Konsistorium bezeichnet man in der katholischen Kirche eine Vollversammlung der Kardinäle. Als Datum wählte Franziskus den Vorabend des Endes des außerordentlichen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit. Am 20. November wird der Papst die am 8. Dezember 2015 geöffnete Heilige Pforte des Petersdoms wieder schließen.

Das größte Konsistorium der Kirchengeschichte hatte 2001 Johannes Paul II. veranstaltet, als er gleichzeitig über 40 neue Kardinäle ernannte. Dabei überschritt er die von Paul VI. im Jahr 1968 erlassene Höchstzahl von 120 Wahlberechtigten – zeitweise gab es unter Johannes Paul 135 Purpurträger unter 80 Jahren. (APA, 9.10.2016)

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