Dieselaffäre: US-Kanzlei entlastet VW-Chef Müller

9. Oktober 2016, 15:31
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Der damalige Porsche-Chef soll von der Betrugssoftware nichts gewusst haben

Frankfurt – In der internen Aufarbeitung der VW-Abgasaffäre hat die US-Kanzlei Jones Day einem Zeitungsbericht zufolge Konzernchef Matthias Müller entlastet. Müller, damals Porsche-Chef, habe vor der Veröffentlichung der Schummelei bei Dieselmotoren durch die US-Umweltschutzbehörde am 18. September 2015 keine Kenntnis von der Betrugssoftware gehabt, berichtete die "Bild am Sonntag" ohne Angaben von Quellen. An diesem Tag erst habe Müller von dem jahrelangen Betrug bei Abgaswerten im Flieger auf dem Weg zu einem Autorennen in den USA davon erfahren. Zu diesem Ergebnis seien die Ermittler von Jones Day, die von Volkswagen mit der Aufklärung des Skandals beauftragt wurden, gekommen, schreibt die Zeitung. Ein VW-Sprecher wollte den Artikel unter Verweis auf laufende Ermittlungen am Sonntag nicht kommentieren.

Im Zuge des Dieselskandals trat der damalige VW-Chef Martin Winterkorn am 23. September 2015 zurück. Sein Nachfolger wurde zwei Tage später der damalige Porsche-Chef Müller, der seitdem mit der Aufarbeitung der Affäre beschäftigt ist. (Reuters, 9.10.2016)

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