Hochfilzen bereit für die Biathlon-WM

8. Oktober 2016, 18:59
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Neu- und Umbauten knapp vor der Fertigstellung – Bereits 70.000 Karten verkauft

Die Bauarbeiten für die Biathlon-WM im Februar in Hochfilzen sind nahezu abgeschlossen. Das Stadiongelände präsentierte sich bei einem Lokalaugenschein am Samstag bis auf den noch fehlenden Schnee bereits WM-fertig. Bis Ende des Monats stehen nur noch letzte Kleinigkeiten an, wie OK-Chef Franz Berger erläuterte.

Seit Oktober 2014 sind laut Berger insgesamt 26 Millionen Euro in Neubauten und Adaptierungen der bestehenden Anlagen investiert worden. Als letzter großer Brocken wurde über den Sommer das Stadion-Hauptgebäude mit der permanenten Sitzplatztribüne errichtet. Bereits länger in Betrieb sind die neue Indoor-Schießhalle – die während der WM als Pressezentrum dient – , das großzügig dimensionierte Team- und Servicegebäude, ein hochmodernes Laufband mit Streckensimulation, die neue Zufahrtsstraße und adaptierte Streckenteile.

Erfreulich

Auch der Kartenvorverkauf für die Titelkämpfe vom 8. bis 19. Februar 2017 läuft nach Plan. Bisher seien erfreulicherweise bereits 70.000 Karten abgesetzt worden, so Berger. Insgesamt erhofft er sich an den neun Wettkampftagen 150.000 Fans. Bei der jüngsten Hochfilzen-WM 2005 waren es rund 100.000 gewesen.

Das österreichische Team findet dank der vielen Neuerungen ideale Bedingungen vor. "Es ist wirklich das Bestmögliche herausgeholt worden mit dem, was da gebaut worden ist. Die Trainingsmöglichkeiten, die wir jetzt haben, suchen ihresgleichen. Es ist alles angerichtet, jetzt liegt es an uns", betonte Julian Eberhard am regnerisch-kalten Samstag im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur.

Der Salzburger will im WM-Winter an seine bisher beste Saison mit dem ersten Weltcuperfolg beim Saisonfinale im März anschließen. Die Heim-WM hat er dabei stets im Hinterkopf. "Man denk jeden Tag daran. Es ist ein riesige Aufgabe, auf die wir uns sehr freuen." Sein Bruder Tobias gehört in dieser Saison übrigens wegen Gesundheitsproblemen nicht mehr dem ÖSV-Kader an.

Niveau halten

Wie Julian Eberhard möchte auch Simon Eder sein hohes Niveau (1. WM-Einzelmedaille, 5. im Gesamtweltcup) halten. Der Salzburger hat sich in der neuen Trainingsgruppe mit Lisa Hauser, Julia Schwaiger, Dunja Zdouc unter Anleitung seines Vaters Alfred und der nicht mehr im ÖSV beschäftigten Sandra Flunger vorbereitet. "Wir hatten viele gute Trainingswochen über den Sommer. In den nächsten Wochen bleiben wir hoffentlich gesund für die letzten wichtigen Kilometer vor der neuen Saison", sagte der WM-Dritte sieben Wochen vor dem Saisonauftakt in Östersund.

Während Eder und Co. fleißig ihre Trainingsrunden im Pillerseetal gedreht haben, war Dominik Landertinger in den vergangenen drei Wochen wegen seines Bandscheibenvorfalls zum Zuschauen verurteilt. Mittlerweile kann der Lokalmatador aber bereits wieder leichtes Alternativtraining absolvieren. Bis zum ersten Schneekurs ab Anfang November in Norwegen möchte der Vizeweltmeister wieder ganz fit sein.

Auf den WM-Strecken soll Mitte November mit dem Auftragen von Altschnee aus Depots begonnen werden. Parallel dazu möchte man je nach Witterung mit der Kunstschneeproduktion beginnen, damit im Fall von ausbleibenden Schneefällen möglichst schon im Dezember eine rennfertige Loipe zur Verfügung steht. (APA, 8.10.2016)

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