"Presse": ÖVP-Kurz und Neos verhandelten über Wahlplattform

8. Oktober 2016, 17:58
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Gescheitert seien die Gespräche laut einem Bericht, weil Kurz nur mit der FPÖ koalieren wollte. Die ÖVP dementiert

Wien – In den vergangenen Wochen hat es laut einem Bericht der "Presse" Gespräche zwischen ÖVP-Zukunftshoffnung Sebastian Kurz und den Neos über ein gemeinsames Antreten bei den nächsten Nationalratswahlen gegeben. Die "Presse" nennt keine konkreten Quellen, die Gespräche seien aber "sowohl bei den Neos als auch in der ÖVP" bestätigt worden.

Angeblicher Hintergrund der geplanten Allianz sind die einander überschneidenden Lager der beiden Parteien. Die Neos seien demnach bereit gewesen, auf eine eigene Kandidatur zu verzichten und gemeinsam mit Kurz anzutreten – allerdings nicht als ÖVP und ohne "allzu viel ÖVP alt". Die ehemalige Höchstrichterin und Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss sei als Verbinderin beider Lager ebenfalls beteiligt gewesen.

ÖVP dementiert

Gescheitert ist der Plan laut "Presse" einerseits an der erwähnten "ÖVP alt", von der sich Kurz nicht trennen konnte oder wollte. Andererseits habe der Außenminister klar gemacht, dass er sich eine Koalition nur mit der FPÖ vorstellen könne. Das soll den Industrielle und Neos-Finanzier Hans Peter Haselsteiner dazu veranlasst haben, die Notbremse bei den Verhandlungen zu ziehen.

Ein Sprecher der ÖVP dementierte den "Presse"-Bericht am Samstag auf STANDARD-Nachfrage. (red, 8.10.2016)

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