Klage: Yahoo-Chefin soll Männer aus Firma gedrängt haben

8. Oktober 2016, 17:01
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Ein ehemaliger Manager klagt Marissa Mayer aufgrund Diskriminierung

Yahoo-CEO Marissa Mayer soll männliche Angestellte aus dem Unternehmen gedrängt haben. Dies behauptet zumindest ein ehemaliger Manager, der im vergangenen Jahr gefeuert wurde und nun Klage gegen Mayer einreichte. Konkret soll die Chefin des Unternehmens ein eigenes Rating-System verwendet haben, um das Management gegen männliche Mitarbeiter auszuspielen.

Bewertungssystem gegen männliches Personal

Scott Ard, besagter gefeuerter Manager, beteuert, dass nicht nur er Opfer des Bewertungssystems gewesen sein soll, sondern das gesamte männliche Personal. Ard fing 2011 bei Yahoo an und wurde 2015 aufgrund schlechter Performance aus dem Unternehmen geschmissen. Die Klage wurde bei einem Bundesgericht in San Jose in dieser Woche eingereicht.

Führungsetage offenbar ausgetauscht

Neben Mayer sind auch weitere Megan Libermann und Kathy Savitt in der Klage der Diskriminierung bezichtigt. Nach nur eineinhalb Jahren als Marketing-Chefin soll Savitt die Führungs-Etage von 20 Prozent Frauen auf 80 Prozent gedreht haben. Um dies zu erreichen, wurden Männer gekündigt oder degradiert. So zumindest die Vorwürfe von Ard. Mit diesen konfrontiert gab eine Yahoo-Sprecherin nur an, dass das Bewertungssystem eingeführt wurde, um ernsthaftes Feedback zu erhalten und um bestmögliche Arbeit zu leisten. (red, 08.10.2016)

  • Diskriminierungs-Vorwürfe gegen Yahoo-Chefin Marissa Mayer.
    foto: reuters/nouvelage

    Diskriminierungs-Vorwürfe gegen Yahoo-Chefin Marissa Mayer.

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