Shiffrin nimmt Gesamtweltcup ins Visier

7. Oktober 2016, 14:44
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Die US-Amerikanerin will kommenden Winter vermehrt in den Speed-Disziplinen starten – entscheidend sei, in den Technik-Bewerben in einen Lauf zu kommen

Altenmarkt – Slalomstar Mikaela Shiffrin hat im kommenden Winter einiges vor: Sie will die große Kristallkugel gewinnen. "Ich habe den Gesamtweltcup in meinem Kopf, das sage ich ganz offen", sagte die 21-jährige US-Amerikanerin zwei Wochen vor Saisonstart am Firmensitz ihres Ausrüsters. Deshalb will Shiffrin kommende Saison verstärkt in den schnellen Disziplinen an den Start gehen. In der Vorbereitung legte sie deshalb neben einem dreiwöchigen Technik-Training in Neuseeland zwei Wochen Speed-Training in Chile ein.

"Nur mehr kleine Verfeinerungen"

Shiffrin ist mit beiden Trainingslagern zufrieden: "In Neuseeland haben wir nur einen Tag wegen dem Wetter verloren. Das ist sehr wenig." Hauptdisziplin bleibt freilich der Slalom, "da fühle ich mich gut. Das Gefühl, das ich vergangenen Winter hatte, ist immer noch da." Am Ende der abgelaufenen Saison hatte die 21-Jährige nach einer Knieverletzung mit drei Siegen in drei Torläufen ein starkes Comeback hingelegt. "Es braucht nur mehr kleine Verfeinerungen, um wieder das richtige Timing zu bekommen", sagte Shiffrin.

Der Schlüssel zum Gewinn des Gesamtweltcups liegt für sie in den technischen Disziplinen. "Ich muss in Slalom und Riesentorlauf wirklich gut fahren und Siege holen", sagte sie, "es müsste alles zusammenpassen. Vielleicht können die schnellen Disziplinen die notwendigen restlichen Punkte bringen." Entscheidend sei, in einen Lauf zu kommen – so wie es ihr im vergangenen Winter vor und nach ihrer Knieverletzungen gelungen ist: "Wenn ich einmal gewinne, bekomme ich Selbstvertrauen und kann es laufen lassen. Wenn man das nicht schafft, ist es schwierig, die Dinge ins Laufen zu bringen."

Vergangene Saison hatte sich Shiffrin im Dezember beim Weltcup in Aare einen Innenbandriss sowie eine Knochenprellung im rechten Knie zugezogen. Nur knapp zwei Monate später gab sie ihr Comeback – und gewann drei Torläufe en suite. Die kleine Kristallkugel ging an die Schwedin Frida Hansdotter. Davor hatte die 21-Jährige drei Mal in Folge die Slalomwertung für sich entschieden.

WM in St. Moritz

Die Vorfreude zwei Wochen vor Saisonstart sei bereits groß, im Februar steigt als Höhepunkt die alpine Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz. Überhaupt stehen "drei große Winter" bevor, sagte Shiffrin: Nach der WM in der Schweiz stehen im Frühjahr 2018 die Olympischen Winterspiele in Südkorea auf dem Programm, im Winter darauf die Weltmeisterschaft in Aare. In St. Moritz lässt das Slalom-Ass einen Start in den schnellen Disziplinen noch offen: "In den technischen Disziplinen starte ich auf jeden Fall, in der Kombination vielleicht, alles andere werden wir sehen."

Ihre Saisonplanung macht die 21-Jährige davon abhängig, wie gut es in den technischen Disziplinen läuft. Einen Start beim Speed-Auftakt in Lake Louise hat Shiffrin bereits fix eingeplant: "Dort bin ich schon gefahren und kenne die Strecke." Die mangelnde Erfahrung auf anderen Speed-Strecken könnte zum Problem werden, weiß sie. Denn die mache "einen großen Unterschied aus". (APA, red, 7.10.2016)

  • Mikaela Shiffrin nimmt kommende Saison den Gesamtweltcup ins Visier.
    foto: apa/barbara gindl

    Mikaela Shiffrin nimmt kommende Saison den Gesamtweltcup ins Visier.

  • Nach 2012/13 und 2013/14 sicherte sich die US-Amerikanerin in der Saison 2014/15 zum dritten Mal in Folge die kleine Kristallkugel im Slalom.
    foto: apa/epa/patrick seeger

    Nach 2012/13 und 2013/14 sicherte sich die US-Amerikanerin in der Saison 2014/15 zum dritten Mal in Folge die kleine Kristallkugel im Slalom.

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