E-Medikation: Oberhauser ortet "unglückliche Kommunikationskultur"

7. Oktober 2016, 12:32
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Die Gesundheitsministerin will mit der Einführung der E-Medikation noch warten. An der Ärztekammer kritisiert sie das "generelle Veto, bei allem, was sich verändert"

Eine Verordnung zur österreichweiten Einführung der E-Medikation wird es erst dann geben, wenn die Applikation der Sozialversicherung bei 80 Prozent der Hersteller von Ordinationssoftware funktioniert. Das hat Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser gegenüber dem "Kurier" erklärt. Für die Ärzte zeigte sie in dem Konflikt Verständnis, Kritik übte sie an der Ärztekammer.

"Lieber ein bisschen länger testen, damit die Software funktioniert und die Datensicherheit gegeben ist, als sich an einen fixen Zeitpunkt halten", so Oberhausers Standpunkt. Man habe nun einen Fragebogen an die Softwareanbieter geschickt, in dem sie garantieren sollen, dass das System funktioniere. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger, von dessen Tochterunternehmen SVC die in die elektronischen Ordinationsabläufe einzubauende Applikation stammt, hatte mit dem Rollout schon im ersten Quartal 2017 beginnen wollen.

Beim kürzlich aufgekündigten Probelauf im steirischen Bezirk Deutschlandsberg habe es eine "unglückliche Kommunikationskultur" gegeben, so Oberhauser. Der Hauptverband habe den Ärzten vorsintflutliches Arbeiten vorgeworfen, was deren teilweisen Ausstieg auslöste. Dies habe aber auch "mit einem derzeit generellen Veto der Ärztekammer bei allem, was sich im Gesundheitswesen irgendwie verändert", zu tun. (APA, 7.10.2016)

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