Schulz leitet nach Ukip-Schlagabtausch interne Untersuchung ein

7. Oktober 2016, 12:30
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Ausschuss des Europaparlaments soll sich nächste Woche damit befassen – Verstoß gegen Hausordnung und Verhaltenskodex möglich

Brüssel/Straßburg – Nach der Schlägerei unter Abgeordneten der rechtspopulistischen UK Independence Party (Ukip) im Europaparlament hat dessen Präsident Martin Schulz eine interne Untersuchung angekündigt. Schulz will einen entsprechenden Ausschuss bereits nächste Woche "dringlich" damit befassen, kündigte er am Freitag an.

"Unabhängig von den möglichen juristischen Konsequenzen, die dieser Vorfall haben kann, habe ich heute entschieden, diese sehr bedauernswerte Angelegenheit an das Beratungskomitee zu verweisen, das zum Verhaltenskodex eingesetzt wurde", erklärte Schulz. "Es versteht sich von selbst, dass respektloses und gewalttätiges Verhalten im Europäischen Parlament keinen Platz hat." Der Vorfall könnte einen Verstoß gegen die Hausordnung und gegen den Verhaltenskodex für EU-Parlamentarier darstellen. Schulz wünschte dem Ukip-Europaabgeordneten Steven Woolfe eine rasche Genesung. Die Berichte über den Vorfall seien "extrem ernst".

Woolfe, der als Favorit auf das Amt des Ukip-Vorsitzenden gilt, war am Donnerstag nach einem Streit mit Parteikollegen in ein Krankenhaus in Straßburg gebracht worden. Interimsparteichef Nigel Farage zufolge erlitt Woolfe zwei kleinere Krampfanfälle, nachdem er eine körperliche Auseinandersetzung mit einem Parteikollegen im Parlamentsgebäude gehabt hatte. Später teilte Woolfe mit, es gehe ihm besser. Auch Ukip hat eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. (APA, 7.10.2016)

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