Jäger erlegten im Vorjahr 783.000 Wildtiere, Autofahrer 77.000 weitere

7. Oktober 2016, 12:42
263 Postings

Gesamtanstieg um 1,6 Prozent, aber weniger abgeschossene Vögel – Rehwild am häufigsten angefahren

Wien – Im vergangenen Jagdjahr wurden in Österreich 782.858 Wildtiere abgeschossen. Die Zahl stieg gegenüber der Saison davor um 1,6 Prozent, berichtet die Statistik Austria in einer Aussendung. Bei der überwiegenden Mehrheit der erlegten Tiere handelt es sich mit 633.262 Abschüssen um Haarwild, also Säugetiere (plus 2,7 Prozent), 149.596 Stück waren Federwild, also Vögel (minus 2,9 Prozent).

Größte Untergruppen beim Haarwild waren das Rehwild (rund 276.000 Stück, plus 3,0 Prozent), Hasen (120.000, plus 3,7 Prozent), Füchse (66.100, plus 3,0 Prozent), das Rotwild (52.000, plus 0,7 Prozent) und das Schwarzwild (31.700, minus 2,7 Prozent). Beim Federwild wurden am häufigsten Fasane (64.700, minus 8,2 Prozent), Wildenten (58.100, plus 0,8 Prozent) und Wildtauben (15.300, plus 4,8 Prozent) geschossen.

Die Abschüsse gehen auf die Inhaber von 123.000 Jahresjagdkarten (minus 0,4 Prozent) und 13.800 Jagdgastkarten (plus 24,1 Prozent) zurück. Dienst in den Revieren verrichteten in der vergangenen Saison 19.800 Jäger, davon 548 Berufsjäger (minus 0,4 Prozent) und rund 19.200 sonstige Jagdschutzorgane (plus 1,8 Prozent).

Rehe und Hasen am öftesten Unfallopfer

Zu den absichtlichen Abschüssen kamen Wildverluste durch Straßenverkehr, ungünstige Witterungsverhältnisse oder Krankheiten in der Höhe von 127.460 Stück (plus 1,3 Prozent) hinzu. Verkehrsunfälle durch Wildwechsel wurden im abgelaufenen Jagdjahr in 77.249 Fällen angezeigt. Am öftesten wurden Rehwild (rund 37.900, plus 1,3 Prozent), Hasen (23.200 plus 2,8 Prozent) und Fasane (7.200, plus 3,0 Prozent) durch Kollisionen tödlich verletzt.

Der Zeitraum der Statistik umfasst wegen unterschiedlicher Zählweise in den Landesgesetzen nicht exakt das vergangene Kalenderjahr. Von 1. Jänner bis 31. Dezember dauert das Jagdjahr in Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien, im Burgenland wird von 1. Februar bis 31. Jänner gerechnet und in den übrigen vier Bundesländern von 1. April bis 31. März. (Michael Matzenberger, 7.10.2016)


  • Bambi auf dem Weg zur Straße.
    foto: felix kästle/dpa

    Bambi auf dem Weg zur Straße.

Share if you care.