Nobelpreis-Medaille von Heidelberger Chemiker Wittig wird versteigert

8. Oktober 2016, 12:37
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Wittig hatte 1953 gemeinsam mit dem US-Forscher Herbert Brown die chemische Reaktion zur schonenden Knüpfung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen entdeckt

New York/Heidelberg – Die Nobelpreis-Medaille des Heidelberger Chemikers Georg Wittig wird versteigert. Die etwa 200 Gramm schwere Medaille in 22-karätigem Gold mit gut sechs Zentimeter Durchmesser trägt Wittigs Namen und das Jahr 1979, in dem der inzwischen verstorbene Professor den Preis erhalten hatte.

Sie soll mit vier weiteren an Wittig verliehenen Medaillen am 19. Oktober unter den Hammer kommen, wie das Auktionshaus Heritage Auctions mitteilte. Das Eröffnungsgebot liegt bei 95.000 Dollar (85.200 Euro).

Nobelpreis für die Wittig-Reaktion

Wittig hatte 1953 gemeinsam mit dem US-Forscher Herbert Brown die später nach ihm benannte chemische Reaktion zur schonenden Knüpfung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen entdeckt. Sie bildet heute das Rückgrat der organischen Chemie. Das Verfahren bekam eine überragende Bedeutung für die technische Synthese zahlreicher wichtiger Naturprodukte wie etwa des Vitamins A. Erst rund ein Vierteljahrhundert nach der Entdeckung war Wittig, der 1987 im Alter von 90 Jahren starb, für die Entdeckung der sogenannten Wittig-Reaktion mit dem Nobelpreis geehrt worden. (APA, 8.10.2016)

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