Tiroler Gründer präsentieren in Wien Drohnen und Texterkennung

6. Oktober 2016, 15:44
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Start-ups präsentierten zahlreiche Produkte und Dienstleistungen – Akquise von privatem Risikokapital sei eine Herausforderung

Wien – International könne man nur gesamtösterreichisch Erfolg haben, sagte die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (ÖVP) bei einer Präsentation der Tiroler Gründerszene am Donnerstag in Wien. Das Tiroler Start-up Blue Sparrow stellt eine Ultraleichtgewichtsdrohne vor. Die Akquise von privatem Risikokapital sei zukünftig die größte Herausforderung, meinte die Landesrätin zur APA.

Tirol folgt der Strategie des Bundes, Österreich als "Gründerland" zu positionieren. Vor allem die österreichweite Vernetzung und das Bereitstellen von Gründerzentren seien für den Erfolg des Vorhabens ausschlaggebend, sagt der Leiter der Werkstätte Wattens, Matthias Neeff. Unternehmensbegleitung und Guidance nennt er als entscheidende Faktoren für erfolgreiche Start-up-Entwicklungen. Seit der Gründung der Werkstätte im November 2015 haben 32 Unternehmen das Angebot genutzt. Finanziert wird das Zentrum zu 60 Prozent von Swarovski und zu 40 Prozent von der Gemeinde Wattens.

Drohne wiegt weniger als Viertelkilo

Die Leichtgewichtsdrohne von Blue Sparrow wiegt weniger als 250 Gramm. Für die Zukunft erwartet CFO Moritz Willburger ein Gesetz, das für schwerere Drohnen eine Art Führerschein vorschreibt. Das Start-up mit Sitz in Innsbruck bekam 2015 den Innovationspreis der Wirtschaftskammer Österreich.

Das 2013 gegründete Start-up Anyline mit Geschäftsstellen in Wien und Tirol stellt Texterkennungssoftware für Smartphones her. Im Februar konnte Anyline 1,5 Millionen Euro vom amerikanischen Investmentfond iSeed Ventures generieren. Auch die Investmentgrößen Johann Hansmann (seit 2014) und ARM-Gründer Hermann Hauser (seit 2016) sind investiert. Zu den Kunden zählen Energiekonzerne wie Eon und RWE, aber auch Red Bull, so Gründer und CEO Lukas Kinigadner zur APA.

Ebenfalls vertreten war die Innsbrucker Experience Fellow, die eine App zur Bewertung von Marken, Produkten und Dienstleistungen durch Kunden von Unternehmen entwickelt, oder Vira Therapeutics, die laut dem Onlineportal standort-tirol.at durch eine Kooperation mit Böhringer Ingelheim für Aufsehen gesorgt hat.

Auch im Bereich Risikokapitalgeber und Business Angels wolle man sich österreichweit und in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) vernetzen, so der Südtiroler Unternehmer und Gründer der Tyrolean Business Angel GmbH, Harald Oberrauch. Oberrauch führt unter anderem das global tätige Unternehmen Alupress mit einem Umsatz von 400 Millionen Euro. Als besonders zukunftsträchtig sieht er Medizintechnologien, diese seien "ein sehr, sehr attraktiver Markt in Europa". (APA, red, 6.10.2016)

  • Drohnen gelten als zukunftsträchtig – besonders wenn sie weniger als 250 Gramm wiegen.
    foto: dpa-zentralbild/patrick pleul

    Drohnen gelten als zukunftsträchtig – besonders wenn sie weniger als 250 Gramm wiegen.

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