Buemi möchte Titel in der Formel-E wiederholen

6. Oktober 2016, 15:16
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Steigendes Interesse der Automobilkonzerne an Elektroserie – Zwölf Rennen bis Ende Juli 2017

Hongkong – Sebastien Buemi möchte seinen Titel in der am Sonntag in Hongkong beginnenden, dritten Saison der Formel E erfolgreich verteidigen. Der ehemalige Formel-1-Pilot bei Toro Rosso hatte die Serie Anfang Juli knapp für sich entschieden, die neue Saison wird in zwölf Rennen bis 30. Juli 2017 in Montreal ausgetragen. Langsam aber sicher steigt auch das Interesse der Automobilkonzerne.

Es ist kein Zufall, dass die Finanz- und Handelsmetropole bei ihrer Premiere als Formel-E-Standort gleich den Saisonauftakt bildet. Die Integration Hongkongs in den Rennkalender passt bestens ins Bild, das die Formel E aktuell abgibt. In der vom Spanier Alejandro Agag dirigierten Serie herrscht Aufbruchstimmung. Nach schwierigen Anfängen mit geringer Akzeptanz scheint die Formel E in ihrem dritten Jahr auf einem guten Weg.

Premiere in Afrika

Hongkong ist nur eine von fünf Städten, in denen die Formel E in der neuen Saison auf ihrer Weltreise zum ersten Mal Station macht. In Marrakesch in Marokko gibt es für Buemi und Co. die Premiere auf dem afrikanischen Kontinent, dazu kommen die Abstecher nach Brüssel, New York und Montreal, wo Ende Juli kommenden Jahres das Final-Wochenende als Doppelveranstaltung auf dem Programm steht.

Viele der für eine Teilnahme an der Formel E in Frage kommenden Automobilkonzerne haben ursprünglich gezögert. Mittlerweile hat aber ein Umdenken stattgefunden. Als nächster Hersteller engagiert sich Jaguar schon ab der neuen Saison. Audi, das derzeit noch mit dem deutschen Tuning-Unternehmen Abt kooperiert, hat für die übernächste Meisterschaft die Teilnahme mit einem eigenständigen Werkteam angekündigt. Der Trend wird sich fortsetzen. Mercedes hat dieser Tage verkündet, mit Agag eine Option für den Einstieg in zwei Jahren ausgehandelt zu haben. Bis dahin will auch BMW mit einem eigenen Team am Start sein. Bis dahin werden die Bayern mit dem Rennstall Andretti zusammenarbeiten.

Unter den aktuellen Mitstreitern scheint Renault mit dem Team e.dams, in dem Buemi mit dem Franzosen Nicolas Prost wiederum das Fahrerduo bildet, erneut die stärkste Fraktion zu stellen. Die Ergebnisse bei den offiziellen Testfahrten von Ende August und Anfang September in Donington lassen Buemi hoffen, bestens gerüstet zu sein, um erneut "Mister E" zu werden.

Das Leistungsvermögen des Elektromotors von Renault demonstrierten auch die Fahrer des Teams Techeetah. Der ehemalige Formel-1-Akteur Jean-Eric Vergne, in der Formel E zuvor in Diensten des Rennstalls Virgin, markierte an mehreren Tagen die beste Rundenzeit. Das Team Techeetah, das als Nachfolgerin des Teams Aguri vor ihrer Premierensaison steht, wird von Renault mit Antrieben beliefert. (APA; 6.10.2016)

Termine:
9. Oktober: Hongkong
12. November: Marrakesch
18.2.2017: Buenos Aires
1.4. Mexico-City
13.5. Monte Carlo
20.5. Paris
10.6. Berlin
1.7. Brüssel
15./16. Juli New York
29./30. Juli Montreal

  • Im Aufschwung: die Formel E.
    foto: apa/ap/young

    Im Aufschwung: die Formel E.

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