Forscher prognostizieren Südwesten der USA jahrzehntelange Dürre

6. Oktober 2016, 13:19
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Reduzierung des Treibhausgasausstoßes gemäß dem UN-Klimaabkommen könne dies nicht verhindern

Washington – Dem ohnehin unter chronischer Trockenheit leidenden Südwesten der USA droht nach Einschätzung von Wissenschaftern wegen der Erderwärmung noch vor Ende des Jahrhunderts eine "Mega-Dürre". Sollte der CO2-Ausstoß nicht deutlich gesenkt werden, werde es in der Region noch heißer und trockener werden, warnten die Forscher in einer in der Zeitschrift "Science Advances" veröffentlichten Studie.

Damit werde der Druck auf die ohnehin bereits knappen Wasser-Ressourcen in den Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, New Mexico, Utah und Colorado und Wyoming extrem wachsen. Um das Risiko für die "Mega-Dürre" zu halbieren, müsste der Treibhausgasausstoß deutlich stärker reduziert werden als vom UN-Klimaabkommen vorgesehen, erklärten die Forscher. Das Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken.

"Megadroughts" ist der Ausdruck für Perioden extremer Trockenheit, die zwei Jahrzehnte oder noch länger andauern. Derartige Klimaphasen kamen in der Erdgeschichte immer wieder vor. Die Forscher um Toby R. Ault von der Cornell University in Ithaca bringen auch den Untergang verschiedener Kulturen mit solchen Klimaentwicklungen in Verbindung. (APA, red, 6. 10. 2016)

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