Neumayer kritisiert Debatte über 2,50-Euro-Jobs als überflüssig

6. Oktober 2016, 12:25
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Generalsekretär Neumayer mahnt die Politik, zur seriösen Diskussion zurückzukehren.

Wien – Die Industriellenvereinigung (IV) hat wenig Freude über die Debatte, ob Asylwerbern für gemeinnützige Jobs 2,50 oder fünf Euro gezahlt werden sollen. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer sieht einen "unglücklich und parteipolitisch" geführten Diskurs, der obendrein überflüssig sei, da es in den Gemeinden ohnehin funktionierende Lösungen gebe.

Losgetreten hatte die Debatte Innenminister Wolfgang Sobotka: Entgegen einem Beschluss der Bundesländer, die fünf Euro pro Stunde zahlen wollen, nennt der ÖVP-Politiker 2,50 Euro als Maximum – alles andere sei eine Einladung an Wirtschaftsflüchtlinge. Das wäre weniger als die drei bis fünf Euro, die Gemeinden bisher für derartige Tätigkeiten bezahlen.

"Wir appellieren, das zu nutzen, was wir haben", sagt Neumayer dazu und fordert "mehr Vertrauen" in die Gemeinden ein. Sein Wunsch an die Politik: "Wir müssen wieder rasch zu einer seriösen Diskussion kommen." (APA, 6.10.2016)

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