Nationalratspräsident Kopf gegen E-Voting, Lopatka bleibt bei seiner Linie

6. Oktober 2016, 08:46
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VP-Politiker sieht Pläne der eigenen Partei skeptisch

Wien – Der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP) stellt sich gegen Pläne seiner Partei, E-Voting einzuführen. In der "Presse" meint er: "Ich bin da sehr skeptisch. Ich glaube nicht, dass die Voraussetzungen für eine Stimmabgabe – freier Wille, Sicherheit – da so gegeben sind."

ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka hatte sich jüngst dafür ausgesprochen, E-Voting in einem ersten Schritt für Auslandsösterreicher einführen, und zwar bei der übernächsten Nationalratswahl. Bei einer erfolgreichen Premiere könnte man dann das Wählen via Internet auch im Inland etablieren, findet der Fraktionschef.

Lopatka bleibt trotz Kopfs Bedenken bei seinen Plänen. Der ÖVP-Klubchef zum STANDARD: "Natürlich gibt es in einem Klub mit 50 Abgeordneten unterschiedliche Meinungen. Aber ich bin der Meinung, dass die ÖVP ihre bisherige Linie für E-Voting beibehalten sollte." (APA, nw, 6.10.2016)

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