Flugzeug evakuiert: Ausgetauschtes Note 7 fing Feuer

5. Oktober 2016, 23:37
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Besitzer: Gerät wurde kürzlich ausgetauscht – Fluglinien verbieten Nutzung an Bord

Gut einen Monat nach Samsungs weltweitem Rückruf des Vorzeige-Smartphones Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr hat US-Medien zufolge erneut ein solches Gerät Feuer gefangen. Wegen des Unfalls habe am Mittwochmorgen ein Flugzeug auf der Strecke von Louisville nach Baltimore vor Abflug evakuiert werden müssen, berichteten "USA today" und "The Verge".

Ersatzgerät betroffen

Besonders unangenehm für Samsung: Bei dem Gerät, das in Flammen aufging, soll es sich dem Besitzer zufolge um ein neues Smartphone handeln, das er im Zuge der Pannenserie durch Überhitzung vom Hersteller erhalten habe. Eine Samsung-Sprecherin erklärte auf Nachfrage, dazu noch keine Angaben machen zu können, weil das Gerät noch nicht geborgen sei. Man arbeite mit der Airline und den Behörden zusammen, um das Smartphone untersuchen zu können.

Anfang September hatte Samsung nach zahlreichen Zwischenfällen die Brandgefahr infolge von Akku-Problemen bei dem Phablet eingeräumt und eine weltweite Austausch-Aktion angekündigt. 2,5 Millionen Geräte wurden zurückgerufen. Mehrere Airlines hatten daraufhin die Richtlinie verhängt, dass Fluggäste ihr Note 7 an Bord nicht einschalten dürfen. So wird unter anderem an Bord der Austrian Airlines vor Abflug nochmal extra darauf hingewiesen.

Kurz nach Austausch der ersten Geräten meldeten Nutzer aber auch Probleme damit. Das Unternehmen wird von verschiedenen Firmen mit Batterien beliefert. Welcher Zulieferer für die defekten Batterien verantwortlich ist, ist allerdings nicht bekannt.

Ursache nicht geklärt

Samsung erklärte zunächst, dass es sich dabei um einen Produktionsfehler handle. In den Medien tauchte aber schnell die Theorie auf, dass die von der Samsung-Tochter SDI hergestellten Akkus etwas zu groß waren, was zu einem erhöhten Druck und in Folge dessen zu Erhitzung geführt habe.

Erst vor wenigen Tagen brachte der Konzern das Modell in Südkorea wieder auf den Markt. In Europa soll der Verkauf am 28. Oktober starten. Ob der neue Vorfall Auswirkungen darauf hat, ist noch nicht bekannt. (APA/ dpa/red, 5.10.2016)

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    foto: reuters/hong ji

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