Bei Fischen reichert sich Kokain in den Augen an

6. Oktober 2016, 05:30
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Schweizer Forscher stoßen auf Konzentrationen an unerwarteter Stelle

Zürich – Eine Studie der Universität Zürich und der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz ist zu einem überraschenden Befund gekommen: Kokain kann sich in den Augen von Fischen anreichern, berichten die Forscher im Fachjournal "Toxicological Sciences". Zuvor war man davon ausgegangen, dass sich die Substanz im Gehirn ansammeln würde.

Das hat nichts mit mehrfach Schlagzeilen auslösenden Meldungen über erstaunlich häufig auftretende Kokainspuren auf Geldscheinen zu tun, das gefundene Kokain war in diesem Fall nicht in der Umwelt. Vielmehr wurde es in den Augen von Zebrafischlarven gefunden, die in Labors zu Versuchszwecken eingesetzt wurden.

Zebrafische dienen in der medizinischen Forschung als häufig eingesetzter Modellorganismus. Die Funde des Teams um Kristin Schirmer und Thomas Kraemer zeigen aber, dass sich die Spezies nicht in jedem Fall zu eignen scheint. Offenbar verteilen sich manche Substanzen im Körper eines Fischs ganz anders als in dem eines Säugetiers. Rückschlüsse auf den Menschen, wozu derartige Versuche ja letztlich dienen, dürften daher nicht so leicht möglich sein wie gedacht. (red, 6. 10. 2016)

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