Zwölf Tipps gegen die digitale Depression

12. Jänner 2017, 07:00
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"Always on" zählt zu den größten Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt – wie man ihr begegnet

Job und Alltag verlangen eine permanente Onlinepräsenz. Und die kann fatale Folgen haben: Wer "always on" ist, hat nachweislich eher Probleme, ein- und durchzuschlafen. Die Konzentration nimmt ab, ebenso die Merkfähigkeit. Abschalten ist eine Kunst, die sich üben lässt. Beispielsweise mit diesen zwölf Strategien:

1. Bewusster wahrnehmen

Fotos sind wunderbar, der ungestörte Blick aber wichtig für eine intensive Erinnerung. Eine kleine Übung: Zumindest drei Sekunden bewusst wahrnehmen – dann erst zur Kamera greifen.

2. Lautlos unterwegs sein

Schon der Eingangston einer Nachricht ist eine Unterbrechung – konzentriertes Arbeiten, eine ungestörte Unterhaltung und Ruhe lassen sich mit dem Stummmodus besser erreichen.

3. Richtig urlauben

Von der Kommunikationsflut auf völliges Abschalten zu wechseln ist nicht leicht und erfordert Zeit. Im Urlaub bietet sich die Gelegenheit dafür.

4. Mitmenschen nicht vergessen

Für alle erreichbar – nur das Gegenüber am Esstisch hat niemals die ungeteilte Aufmerksamkeit. Das tut keiner Freundschaft gut. Smartphone einfach in der Tasche lassen.

5. Leerräume im Alltag genießen

Auch hier: dem automatisierten Griff widerstehen und das Smartphone gelegentlich in der Tasche lassen. Einfach mal an der Bushaltestelle stehen und "nichts" tun, die Umgebung bewusst wahrnehmen.

6. Nichterreichbarkeit trainieren

Wer nicht erreichbar ist, hat einen guten Grund: Man war im Museum, auf einem Spaziergang oder sonst wo auch ohne Smartphone glücklich. Das werden andere verstehen.

7. Das Glück selbst bestimmen

Nur man selbst weiß, was wichtig ist und was Spaß macht. Nicht die Likes auf Facebook, nicht die Follower auf Instagram oder die Anfragen auf Linkedin.

8. Freunde fragen

Bevor man sich wegen eines Problems von Forum zu Forum und Video zu Video klickt, einfach Freunde oder Familie anrufen, diskutieren, voneinander lernen.

9. Langsamkeit akzeptieren

Parallel in zehn Gruppenchats verfolgen, an welchen Projekten Arbeitskollegen arbeiten und was man anderswo verpasst? Wie ärgerlich. Und am Ende verpasst man noch, was auf der eigenen Party passiert.

10. Langeweile genießen

Ja, gelegentlich keine Pläne, Meetings oder Geschäftsessen zu haben ist auch okay. Das wird zwar kein interessanter Facebook-Post, aber dafür ein entspannter Abend, der sehr wahrscheinlich guttut.

11. Sich Zeit nehmen

Blaue Haken auf Whatsapp sorgen für Stress? Zeit für ein kleines Training: Mindestens zehn Minuten mit einer Antwort warten oder die Benachrichtigungen ganz abstellen

12. Glücksmomente bewahren

Glück muss nicht über Twitter oder Facebook geteilt werden, damit es real wird. Was passiert ist, ist passiert – mit oder ohne Selfie, mit oder ohne Posting. Manche Momente werden noch schöner, wenn man sie für sich behält. (lhag, lib, 12.1.2017)

  • Die Devise: mehr Dinge tun, die einen auf das Smartphone vergessen lassen.
    foto: martin flür

    Die Devise: mehr Dinge tun, die einen auf das Smartphone vergessen lassen.

  • Glück muss nicht auf Twitter oder Facebook geteilt werden, damit es real wird.
    foto: istock

    Glück muss nicht auf Twitter oder Facebook geteilt werden, damit es real wird.

  • Nie abzuschalten kann krank machen.
    foto: istock

    Nie abzuschalten kann krank machen.

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