50 Menschen starben am Montag und Dienstag im Mittelmeer, 10.000 gerettet

5. Oktober 2016, 12:58
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Allein am Dienstag wurden mehr als 30 Einsätze vor der libyschen Küste durchgeführt

Rom – Die italienische Küstenwache hat am Dienstag mehr als 4.600 Menschen aus dem Mittelmeer vor Libyen gerettet. Bei den mehr als 30 Einsätzen seien auch 28 Leichen geborgen worden, teilte die Küstenwache am Mittwoch mit. Neben 13 eigenen Schiffen seien auch die irische Marine, Hilfsorganisationen und private Handelsschiffe beteiligt gewesen. Die Schlepper nutzen das derzeit ruhige Wetter, um Menschen auf die gefährliche Überfahrt nach Italien zu schicken. Meistens setzen sie dabei einfache Schlauchboote ein, so auch am Dienstag.

Allein in den vergangenen zwei Tagen wurden mehr als 10.000 Menschen im Mittelmeer aufgegriffen. Mindestens 50 Menschen starben bei dem Versuch, Europa auf dem Seeweg zu erreichen. Die Internationale Organisation für Migration schätzt, dass rund 142.000 Menschen seit Anfang 2016 in Booten Italien erreicht haben, rund 3.100 haben die Überfahrt nicht überlebt. Der Seeweg zwischen Libyen und Italien ist Hilfsorganisationen zufolge zur wichtigsten Route für Menschen aus afrikanischen Ländern auf dem Weg nach Europa geworden. (Reuters, 5.10.2016)

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