Wie gerne leben Sie in Penzing?

Umfrage27. Oktober 2016, 05:30
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Was mögen Sie am 14. Bezirk und wo sehen Sie Verbesserungspotenzial? Stimmen Sie ab und posten Sie Ihre Erfahrungen im Forum!

Geht man durch Wien, kann man an so manchen Orten in das Fin de Siècle eintauchen. Ganz besonders aber im Geburtsbezirk des Architekten Otto Wagners. 60 Pavillons, zwei Villen und eine Kirche mit goldener Kuppel erinnern an die Zeit des Jugendstils und sind in Penzing zu finden. Das Otto-Wagner-Spital, heute Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe, wurde 1907 als Anstalt für Nerven- und Geisteskranke "Am Steinhof" eröffnet. Ein dunkles Kapitel der Geschichte ist der Spiegelgrund, eine Jugendfürsorgeanstalt in einem Teil von "Am Steinhof", wo in der NS-Zeit zahlreiche Menschen den Tod durch Euthanasie fanden. Ein Mahnmal erinnert an die Opfer des Spiegelgrunds.

Alternatives Wohnprojekt

Bürgerinitiativen kritisieren schon seit Jahren den Bau von Wohnungen und der Vamed-Rehaklinik auf den Steinhofgründen, unter anderem deswegen, weil das Euthanasie-Mahnmal durch den Bau den Gedenkcharakter verliere. Dennoch werden ab diesen Herbst dort Wohnung errichtet, allerdings in einer verkleinerten Variante.

Ein bekanntes alternatives Wohnprojekt in Penzing wurde bereits vor 20 Jahren verwirklicht. Der Verein für Integrative Lebensgestaltung eröffnete 1996 die Sargfabrik, ein Wohn- und Kulturprojekt, das als Gegenpol zu dem "teuren und den Traditionen der Kleinfamilie verhafteten Wohnungsmarkt" ein "Dorf in der Stadt" für seine Bewohner darstellen soll.

Skifahren und Fußball

Penzing bietet seinen Bewohnern aber vor allem eines: Grünflächen. Nach Hietzing verfügt der 14. Bezirk über die meisten Grünflächen. Die Hohe-Wand-Wiese bot Skifahrern lange Zeit sogar die Möglichkeit mit den Brettern herunter zu wedeln. Durch den Schneemangel und Probleme bei der Beschneiung wurde der Skibetrieb allerdings eingestellt und nun wird es zu einem Mountainbike-Zentrum. Auch der sieben Kilometer lange Wienflussweg wird von Radfahrern und Läufern für die körperliche Betätigung eifrig genutzt.

Für Freunde der Rapidviertelstunde und natürlich dem SK Rapid war das Gerhard-Hanappi-Stadion lange Zeit Heimat. Seit Mitte 2016 finden sich die grünen Fans im neu errichteten Allianz-Stadion zum Einklatschen ein.

Mimen und Maler

Aber auch Museen bietet dieser Bezirk. Neben dem Technischen Museum kann man in einer Villa von Otto Wagner auch das Privatmuseum des Malers Ernst Fuchs besuchen. Für angehende Schauspieler ist der Bezirk wohl auch vertraut, da sich hier das berühmte Max Reinhardt Seminar befindet. Namhafte Mimen, wie zum Beispiel Birgit Minichmayr, absolvierte hier ihre Ausbildung. (haju, 27.10.2016)

Die "Grätzelmacher"-Serie stellt wöchentlich einen Wiener Bezirk anhand seiner Persönlichkeiten und sozialen Initiativen vor. In dieser Umfrage bitten wir Grätzelbewohner um ihre generelle Einschätzung des Bezirks. Stimmen Sie ab und posten Sie Ihre Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Grätzelbeobachtungen im Forum!

  • Das Otto-Wagner-Spital auf den Steinhofgründen.
    foto: christian fischer

    Das Otto-Wagner-Spital auf den Steinhofgründen.

  • Heimat des SK Rapid.
    foto: christian fischer

    Heimat des SK Rapid.

  • Das Max Reinhardt Seminar.
    foto: apa/guenter r. artinger

    Das Max Reinhardt Seminar.

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